Sie haben die Wahl

Dumm und Dümmer.

Es sind Wahlen. Gejammert wird im Nachgang vor allem, dass die AfD doch SO VIELE Stimmen erhalten hat. Kann man machen, muss man nicht. Denn die Ursache findet sich in den Wahlversprechen. Nein, nicht die Lügen über Steuer, Reichtum, besseres Leben. Na, gut, die natürlich auch, aber halt auch die Versprechen zur Bildung und die lächerliche Umsetzung derselben. Bildung, das heißt für moderne Parteien: Digitalisierung (Magische Wolke und Puff-Geräusche).

Ja, that’s it, hier und da ein Computer, ein Tablet und ein Smartboard in die Klassen gebracht und schon geht die Bildung durch die Decke! So klingt es zumindest in den Wahlprogrammen. Die Wahrheit sieht aber so aus:

  • Der Schulhaushalt ist nicht darauf ausgelegt, eine vernünftige IT anzuschaffen.
  • Hier könnte die Liste zu Ende sein, aber ich kann das ausführen.
  • IT ist weder Lernmittel noch Bauunterhalt. Leasen ist nicht im Haushaltsplan vorgesehen oder genehmigt. Also werden die PCs selten angeschafft und sind schnell veraltet.
  • Ein Wartungstechniker ist schon mal gar nicht vorgesehen. Also hängen gerne mal unbenutzbare Boards an der Wand, die mit einem einfachen USB-Kabel wieder laufen könnten, wenn denn ein Techniker käme, der wüsste, wie man das Ding von der Wand bekäme.
  • Die PCs sind in der Regel viel zu billig eingekauft, weil der oder die Verantwortliche an seine oder ihre Haushalts-PCs denkt. Oder viel zu teuer, weil man sie vom Schulausstatter kauft.
  • Wussten Sie, dass man Software für PCs braucht? Krass, oder?!
  • Oder auch Schutzsoftware. Verrückte Welt.
  • Hier ein Witz: Es soll Server geben. Lustig, oder?
  • Wer kümmert sich eigentlich um die Dinger? Fragen Sie mal jemanden, der in der IT-Branche Geld verdient, ob er für ein Hausmeistergehalt sich zu den oben genannten Bedingungen mit PCs beschäftigen möchte und dazu unentgeltlich noch eine Homepage-AG u. ä. anbieten will.
  • Es ist alles auf Microsoft ausgerichtet. Selbst die lehrerinternen Fortbildungen, die das Land arrangiert, sind von MS gesponsort.
  • Die Schulbuchverlage sind noch gar nicht auf digitale Medien eingestellt. Schulen kaufen zwar viele, viele Bücher jedes Jahr, aber ein PDF davon zu erhalten, mit dem man auf PCs, Tablets oder Boards arbeiten könnte, das ist nahezu unmöglich.
  • Und: Tablets. Kaufen Sie mal welche für eine ganze Klasse und versuchen Sie dann, Software OHNE Kreditkarte zu kaufen. Bei Android. Haha.
  • Apropos Tablets: Ohne WiFi sind die recht nutzlos. Da sind aber Stahlbetonbauten, diese Sache mit den Technikern…
  • Die Telekom hat zwar ein Angebot, dass Schulen recht günstig bis kostenlos ans Netz kommen, aber das schnelle Netz ist oft eher woanders.
  • Die KollegInnen. Ich wurde 2013 noch gefragt, ob ich die Zeugnistexte auf Diskette speichern könne. Die Älteren erinnern sich.
  • Datenschutz: Ich darf Zeugnistexte nicht per E-Mail verschicken, nicht in eine Dropbox packen, nur auf einem PC ohne Internetanbindung schreiben. Aber, hey, Schulen ans Netz!

Kurz: Die digitale Schule ist, leider, noch keine Bildungslösung. Es wird kommen, weil junge KollegInnen nachkommen und die SchülerInnen immer mehr Umgang damit haben. Aber wichtiger wäre vielleicht erst mal Ruhe in der Bildungspolitik, langfristig geplante und sicher umgesetzte Konzepte, gut ausgebildetes, motiviertes, unbelastetes Personal in reichlicher Menge und ein intaktes, freundliches Gebäude. Damit wäre den SchülerInnen schon viel geholfen. Vielleicht kostet das aber zuviel Geld. Vielleicht sogar soviel wie ein Bankenrettung.

Leichter Reisen dank Internettipps

Man muss auch mal etwas gut finden.

Wenn sogar mittelmäßige Deutschrockkapellen zugeben, gerne mit leichtem Gepäck zu reisen, was soll ich mich dagegen wehren? Allerdings meinen es mittelmäßige Deutschrockkapellen eventuell etwas anders als ich.

Nun, im Internet ist nicht alles schlecht, auch wenn ich neulich noch über die Minimal-Reise-Digital-Nomad-Seiten schimpfte. Es gibt dort natürlich auch sinnvolle Tipps, wie man Geld, Platz und Gewicht sparen kann. Vor allem von den Ultra Light Trekkern kann man lernen, die folgenden Sachen habe ich in mein allgemeines Reisegepäck aufgenommen und sie haben sich bewährt. Außer an Gewicht, Platz und Geld zu sparen bieten mir diese Tricks aber vor allem ausreichend Komfort bei Kurzreisen, Proben- oder Seminarwochenenden und Mehrtageswanderungen.

  • Wer öfter so reist, dass er Handtücher mitnehmen muss, hat sich vielleicht schon mal ein Outdoor-Handtuch gekauft. Diese fühlen sich immer seltsam an, so richtig Frottier können sie nicht ersetzen. Einfacher und günstiger sind Bodentücher aus Mikrofaser, mit dicker gewebten Streifen drin rubbeln sie richtig schön über die Haut. Als Duschtuch reicht 50×60 cm, kleinere Spül- oder Haushaltslappen reichen zum Haare trocknen oder Mund abwischen nach dem Zähneputzen.
  • Natürlich nimmt man Reiseduschgels oder Haarshampoos aus der Drogerie. Diese kann man danach aber ausspülen und man füllt sein Lieblingszeug rein. Ich finde Bio-Shampoos besonders gut, denn sie sind ergiebig und man kann sie auch als Duschgel nutzen. Wieder ’ne Flasche gespart.
  • Apropos umfüllen: Bei Männern ist das Rasieren ja so eine Sache. Ich kann nicht ohne, dafür ist mein Bartwuchs zu insular. Also nehme ich meinen Bio-Rasierschaum und fülle den benötigten Inhalt in eine Schaum-Pumpflasche mit 50 ml. Meine gab es bei Muji, Drogerie haben es auch manchmal.
  • Rasierwasser kann man übrigens auch in kleine Plastikfläschchen umfüllen. Oder gar gleich in einen Mini-Parfumzerstäuber.
  • Mir reichen ja inzwischen 2-Klingen-Rasierer, das hat den Vorteil, dass der Griff sehr leicht ist und die Packung mit den Ersatzklingen kleiner. Von den alten Packungen bewahr ich immer eine auf, darin sind die benötigten Klingen für den Reisezeitraum.
  • Sonnenmilch umfüllen geht auch super, dazu nehme ich Filmdosen (oder kleine Creme-Dosen aus der Apotheke). Man kommt besser dran, nutzt auch die Reste, kann es gut reinigen…
  • Außerdem schläft es sich überall besser, wenn man eine gewohntes Kissen hat, bzw. eines, dass das Unterkunftskissen aufpolstert. Dazu finde ich das Marmot Strato Pillow super. Selten so gut geschlafen im Urlaub.

Das Internet rät zu ZipLock-Beuteln statt Kulturtasche, ich habe mir aber doch eine kleine Packtasche gekauft, die war nämlich blickdicht und vor allem leuchtend grün. Ich mag grün.

Was ich esse (X): Kurkumareis

Nach einem Rezept von Ich koche Tunesisch

Prima Rezept, weil wir aber eine neue Gewürzmischung gekauft haben musste die natürlich mit vermischt werden. Unsere Variante hat folgende Zutaten:

  • zwei kleine Zwiebeln
  • eine große oder zwei bis drei kleine Tomaten
  • eine Salatgurke
  • ein Ei
  • ein kleiner Becher schwarze Oliven ohne Kerne
  • 100g Gruyère
  • eine Hähnchenbrust (ca. 250g)
  • Basmati- und Wildreis (für 4 Personen)

Außerdem: Salz, Pfeffer, Butter, Öl, Kurkuma. Und natürlich die neue Gewürzmischung: Berebere!

  • Erstmal alles fein schnippeln: Zwiebeln häckseln, Tomaten würfeln, Gurke auch, Ei hart kochen und anschließend vierteln, Oliven in dünne Scheiben schneiden, Käse reiben, Hähnchenbrust in Streifen schneiden
  • Dann Reis nach Anleitung aufsetzen, zu dem üblichen Salz auch Pfeffer und Kurkuma in den Topf geben
  • Öl in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebeln anschwitzen, Fleisch dazu, pfeffernsalzen und ein TL Berbere dazu
  • Wenn der Reis fertig ist, alles vermengen, mit Salzpfeffer und Berbere abschmecken und servieren

Dazu passt Grüner Veltliner oder ein Rosé.

Hui, bin ich ein geiler Minimal-Wanderer

Das kannst du auch, wenn du wie ich so supi-töfte alles weggibst und komplett auf digital yoga-veganen lifestyle umstellst! Hier hast du 25 Tipps, was meinst du dazu?

Nein, ich will keine Antwort, wirklich nicht, danke. Es ist so, dass ich im Internet las. Ich weiß, das sollte ich lassen, aber die Farbe musste trocknen, ich fing an zu warten und da war dieser Laptop…

Ich wandere ja ganz gerne und ich verlinke jetzt keinen Beitrag dazu. Beim Wandern überlege ich viel, was ich auf der Tour brauche und was ich trotzdem mitnehme (Spoiler: Oft eine Sigg-Flasche mit leichtem Rotwein und einen Blech-Becher, damit lässt es sich prima picknicken). So lande ich bei allerlei Ultra-light-trekking-Blogs, aber auch bei solchen, die sich mit digitalem Arbeiten oder Minimalismus im allgemeinen beschäftigen. Das sind auch interessante Ideen, rasant ägerlich wurde ich aber nun heute bei zwei Blogs, die ihre kleinen Erkenntnisse als Entdeckung des Jahrtausends anpriesen. Dabei werden winzigste Allgemeinstände in lange, SEO-gepimpte Artikel gepackt und minimal (haha!) variiert immer wieder wiederholt. Ein Beispiel?

  • Start ins minimalistische Leben
  • 25 weitere Tipps, wie Du minimalistischer leben kannst
  • 25 Tipps, wie Du minimalistischer leben kannst (innerhalb einer Stunde)
  • Entrümpeln leicht gemacht
  • Noch mal 25 Tipps, wie Du einfacher leben kannst

Kurz: Kauf nicht jeden Schrott, schmeiß auch mal etwas weg, organisier deinen Kram.

Oder hier:

  • Die ultimative Packliste
  • Mein e-book: Arbeite von unterwegs
  • Die besten Ressourcen und Tools für die Arbeit von unterwegs
  • Erste Schritte, wie Du als Digital Nomad arbeitest

Ich habe alles etwas abgeändert, wegen Urheberrecht und so.
Was nervt mich so?

  1. Das duzen. Sie mich auch, danke.
  2. Dieses Bohai um nix (Ein aufgeräumter Desktop hilft dem Geist sich zu sortieren. Achwas?!).
  3. Der Anspruch auf Endgültigkeit: ultimativ? die besten? Für wen, was und warum? Für mich war viel Schrott dabei.
  4. Keine Packliste, kein Tipp ist wirklich minimalistisch, ressourcenschonend oder nachhaltig! Dinge werden ersetzt durch andere Dinge. Die Plattensammlung durch Streaming, die Stereoanlage durch Sonos, die Bücher durch E-Reader (immer den neuesten, leichtesten). Die Kleidung durch High-End-Trekking-Stuff. Ständig wird alles auf das neueste Produkt aktualisiert.
  5. Alles ist nichts ohne die richtige Marke. Welche? Klar, Nike, Apple, NorthFace, … Kein Wort von No-Name-Produkten. Höchstens etwas H&M oder Aldi, um zu zeigen, dass man auch anders kann.
  6. Leichter reist es sich ohne Bargeld, die Werbung für die Kreditkarten-Bank hingegen ist nur schlecht bis gar nicht versteckt.
  7. Die Glückskeks-Sprüche.
  8. Dass man natürlich noch seine Homebase in BerlinHamburgMünchen hat. Woanders kann man ja gar nicht minimal leben, weiß man ja.
  9. Alle Reisen und Wanderungen sind immer spektakulär. Nicht nur eben grad durch den Harz, nein, in drei Tagen über die Alpen, durch den Himalaya oder irgendwas in Singapur. Und immer so nah an den Menschen und gar nicht wie ein Tourist!
  10. Minimal ist nur, wer auch alles andere macht: Yoga, vegan leben undundund. Hm.
  11. Immer diese Pseudofragen, um die Kommentare vollzubekommen. Oder was meinen Sie dazu?

So, die Farbe ist trocken, ich muss weitermachen. Selber Wände streichen, es ist so entspannend, dass MUSST du auch mal machen. Die Musik streamt dazu auf meine Minimal-Linn-Anlage und die neue Minimal-Malerrolle trägt ein Minimal-Weiß auf, wie es nur Caparol hinbekommt. Danach gleich ein Gläschen veganen Veneziano, man muss sich schließlich auch mal etwas gönnen.

 

Nachtrag Punkt 12, apropos etwas gönnen: Dieses alberne „hihi und auf *ErsteWeltLifestyleLebensmittel* kann ich dann doch nicht verzichten…“

Raus Wandern: Packliste Alpenüberquerung

Für das Komfortwandererpaar in den 40ern.

Natürlich kann man viel Geraffel mit auf den Berg schleppen, die anderen Hüttengäste haben das hinlänglich bewiesen und der örtliche Outdoorhändler wird seine helle Freude gehabt haben.
Natürlich kann man auch in einem Hauch von Nichts über die Alpen joggen, auch das haben zwei Hüttengäste bewiesen, die den E5 in drei Tagen gemacht haben wollten. Sie hatten an jenem Abend, an dem wir sie sahen die Aufmerksamkeit von allen anderen.

Wir stehen irgendwo dazwischen und das sieht so aus:

  • Rucksack: wir haben noch große (45+10L) schwere Deuter, suchen aber leichte, bequeme kleine (30L), vielleicht von Montane oder Bergans?
  • Schuhe: Wir hatten schwere Bergstiefel von Hanwag, gereicht hätten unsere neuen von La Sportiva. Hauptsache feste Sohle und etwas Halt am Knöchel. Wenn man etwas trittfest ist und keine Probleme mit den Bändern hat reicht’s. Der E5 ist gut angelegt, grad im Sommer braucht man keine Eisen.
  • Stöcke. Die Knie danken’s.
  • Am Körper: Eine Hose (ich lang, ich krempel lieber; meine Frau kurz), T-Shirt (Merino), Socken. Ich trag gerne auch ein Hemd, gegen Sonne, Wind… Außerdem Unterwäsche (Merino).
  • Ein Fleece. Ich hab eines aus dem Skibereich, das ist winddicht und leicht, dafür aber ein Pullover.
  • Regenjacke, Regenhose. Muss sein.
  • Sonnenhut und -brille.
  • Handschuhe, Mütze, Buff. Lange Unterhose, Longsleeve (auch als Nachtwäsche)
  • Ersatz oder für abends: leichte Hose, Poloshirt, Socken, leichte Turnschuhe, Unterhose.
  • Hüttenschlafsack, Mikrofaserbodentuch als Handtuch, Mini-Mikrofasertuch (zum Zähneputzen etc.), aufblasbares Mini-Kissen.
  • Im Kulturbeutel (aufgeteilt auf zwei Personen): 50ml Shampoo, 50ml Duschgel, Rei, Sonnencreme, Zahnseide, Ajona-Zahnpasta, Zahnbürsten, 50ml Rasierschaum, Nassrasierer, 3 Wechselklingen, kleines Töpfchen mit umgefülltem Haarwachs, kleines Spray mit Rasierwasser, Hautcreme, persönliche Hygiene, Pinzette, Feile, Nagelschere.
  • Reiseapotheke: Ibuprofen, Ceterezin, Traumeel, Magnesium, Leukoplast, zwei Kompressen.
  • Außerdem: Reiseführer, Telefon, Ladegerät, Taschenmesser, Wasserblase, Müsliriegel, Cashew-Kerne, Apfel…

Das kann man noch minimieren, aber dann leider der Komfort (oder der Stil im Gasthof) und so sind wir ohne Vorräte und Rucksack immerhin bei unter 5kg. Und die Sigg-Flasche mit dem Rotwein haben wir schon zuhause gelassen!

Raus Wandern: Von der Tageswanderung zum Trail und zurück

Weniger, mehr und so.

*** Update 21.7.2016 ***

Meine Frau und ich wandern seit 11 Jahren, es war quasi der Beginn unserer Beziehung. Anfangs Tageswanderungen in Südtirol. Das ist einfach: Man braucht stabile Schuhe (Trekkingschuhe), eine kurze Hose, ein T-Shirt, einen Rucksack, eine Regenjacke, eine Wasserflasche und ein belegtes Brötchen. Man geht früh, denn dann ist es kühl, nachmittags kommen in den Bergen die Gewitter, am See im Tal kommt die Eisschokolade.

Wandern in Südtirol hat einen Nachteil. Alle sind extrem schick gekleidet und in den örtlichen Sportläden findet sich auch der Grund. Alles ist extrem schick. Da mussten wir total viel kaufen über die Jahre, das geht ja gar nicht anders.

Für die erste Mehrtagestour hatten wir also alles: ein Daypack, Fleece, Hiking-Boots der Klasse B C/D und functional Shirts, functional Underwear und und und. Tatsächlich haben wir später eine Dreitagestour mit einem Daypack gemacht. Geht.

In Österreich lernten wir ein anderes Wandern kennen, leichter, vor allem mit Kleidung aus Naturmaterial, sprich Merino. Also kauften wir alles noch mal, ist ja klar!

Für den ersten Trail (der Eifelsteig) im letzten Jahr hatten wir dann angeschafft: ein 45+10L Rucksack, Wasserblase, Reisefön, E-Reader und allerlei anderes Gedöns. Dafür, dass wir nur in Jugendherbergen, Gasthäusern und Hotels nächtigten ganz schön viel anderes Gedöns. Aber der 45+10L Rucksack hat ein super Tragesystem.

Nach dieser Tour haben wir uns mit Ultra Light Trekking beschäftigt. Aus Gründen. Das hat zwei Seiten: Man reduziert sein Material auf das, was nötig ist. Tolle Sache, Gewicht und Packvolumen haben sich bei uns, fast nur aus Beständen auf die Hälfte verringert. Wahre Freaks reduzieren aber soweit, dass sie wieder Platz haben für das ultraleichte MacBook und die leichteste Systemkamera. Dafür sägt man dann an Zahnbürsten herum. Das ist dann wieder etwas schräg.

Wir jedenfalls ziehen Gewinn daraus. Nach der Für die bevorstehende hinter uns liegenden Alpenüberquerung suchen wir nach einem leichten Tourenrucksack, also ein Rucksack, der unter 30L fasst. Das wird uns reichen. Das reicht. Die Bergschuhe, die inzwischen nicht mehr wasserdicht sind, haben wir bereits ersetzt. Es sind eine Art Turnschuhe.

Kleine Musikstunde: Tonleitern und ABC

Folgendes:

  

So, 10.45 Uhr, Unterrichtsbeginn, Ruhe jetzt, auch dahinten!

Diese Frage hat uns ein kluger Schüler gestellt, ja, auch Erstklässler dürfen so etwas fragen und darauf Antwort erhalten. Nicht tuscheln, ich höre das!

Ich versuch es mal, einfach zu halten.

  1. Wie die Schrift hat sich auch die Notation entwickelt. Das ist lange her, über 1500 Jahre. Damals hat man vor allem versucht, die Kirchengesänge zu notieren und, weil alles auf Latein war, hat man auch für die Notennamen lateinische Begriffe verwendet. Außerdem hatte man viel mehr Tonleitern als das heutige Dur und moll. Es gab also ein b rotundum, das „weiche“ b, welches geschrieben einem h sehr ähnelte. Wenn man jetzt als Ausgangston ein a nimmt hat man a b c d e f g. Nur fanden alle Deutschen, Slawen und Skandinavier, dass das b doch sehr wie ein h aussähe und machten daraus a h c d e f g. Später wurden daraus die Stammtöne c d e f g a h. Der Brite indes kümmerte sich nicht darum und blieb beim b.
  2. Warum aber geht es nicht weiter? Nun, der Herr Pythagoras, manch einer erinnert sich an den Satz mit den Quadraten, hat entdeckt, dass sich gewisse Schallwellen überlagern. Obertonreihe nannte er das und man kann es bei einer Gitarre ganz prima demonstrieren: Drückt man eine Saite genau auf der Hälfte ab, erklingt die Oktave, d. h. der Ton wiederholt sich, aber höher klingend. Darum ist nach a b c d e f g auch Schluss und man fängt wieder von vorne an.

O.K., das könnte man jetzt irrsinnig vertiefen, aber es soll ja für das einfache Verständnis reichen. Einsprüche anyone?