Raus Wandern: Deo reduzieren

Ganz ohne ist auch nicht schön.

Natürlich konnte man hier schon mal lesen, was man am Rucksackgepäck bei Wandern einsparen kann. Bei Deo hört der Spaß allerdings auf – zumindest für die Wanderbegleitung. Trotz abendlichen Duschens geht’s irgendwie nicht ohne. Nun hat man mehrere Möglichkeiten, wie man dabei Gewicht und Packmaß spart:

  • Man kümmert sich gar nicht um Gewicht und Packmaß und nimmt die gewohnte Deo-Dose mit 25% Extra mit. Na, ja. Gewicht: weit über 100g.
  • Man nimmt einen Deostick, der wesentlich effektiver ist als Spraydosen, und den auch nur halbvoll. Dann kann man ihn immer noch mit der Reisebegleitung teilen, falls man mit dieser auch andere Dinge teilt. Gewicht ca. 80g.
  • Man kauft im Drogerie- oder Supermarkt Reisegrößen. Spray ist dabei weniger ergiebig ein Roller. Lustigerweise gibt es Glasfläschchen als Reisegröße. Gewicht: 40-120g.
  • Man nimmt einen Tropfen Dr. Bronners Allzweckseife (Parfümerie), feuchtet ihn an und verreibt ihn unter den Achseln. An sich ganz gut, weil man die Seife in eine kleine Flasche umfüllen kann und außerdem Shampoo, Duschgel, Waschmittel u.ä in eins hat. Nachteil: Bei mir funktioniert’s nicht. Gewicht: Je nach Flasche 20-40g.
  • Man kauft beim Blechinstrumentenbauer Slide-o-mix 10ml Wasserflaschen (10g) und füllt sein Lieblings-Bio-Deo rein. Reicht fü ca. 100 Anwendungen und man riecht, wie gewohnt. Gewicht: 22g.

Na, was ist wohl meine Wahl?

2016

Hm, das letzte Mal habe ich darüber 2014 geschrieben. Ich bin ja ein Blog-Profi.

1. Zugenommen oder abgenommen?
Weder noch. Aber immer noch zu wenig.

2. Haare länger oder kürzer?
Weder noch. Die Gehheimratsecken wachsen, der Schnitt passt sich an. Der Lieblingsfriseur redet davon, dass ich immer blonder werde.

3. Mehr bewegt oder weniger?
Mehr. Viel Wandern, Vorbereitungstraining vor dem Laptop zu Youtube-Videos im Keller (Manuels Skigymnastik!).

4. Der hirnrissigste Plan?
Die Bewerbung als Schulleiter. Zum Glück wurde das nix. Jetzt die harte Arbeit aus allen Arbeitsgruppen rauszukommen, die ich betreten habe, um Präsenz und Interesse zu zeigen. Aber insgesamt auf die Füße gefallen.

5. Die gefährlichste Unternehmung?
Einmal über die Alpen. Es gab zwei Stellen, wo mir schwindelig wurde, aber ich habe es geschafft und es war fantastisch.

6. Die teuerste Anschaffung?
Ein neues Dach.

7. Das leckerste Essen?
Die Spaghetti Bolognese auf 3000m Höhe nach 1200m Anstieg. Beste!

8. Das beeindruckendste Buch?
Isabos Pfau. Wobei mich vor allem die Geschichte um die Entstehung und der Erfolg beeindruckt haben, aber das Buch ist auch gut.

9. Der beste Sex?
*hier Tigerlachen einfügen*

10. Der ergreifendste Film?
Hier müsste ein Fernsehfilm stehen, weil ich es kaum ins Kino geschafft habe. Immerhin in „Monsieur Chocolat“ war ich und fand den auch gut.

11. Die beste CD bzw. der beste Download?
Ein Sammlung mit Kammermusiken von Arvo Pärt: „Creator Spiritus“ mit Paul Hillier, Theatre of Voices, Ars Nova Copenhagen u. a.
Außerdem mal wieder ein Elektroalbum, Sinus von Melokind.

12. Das schönste Konzert?
Ich durfte auf dem Opernplatz 100 Bläser dirigieren, während Markus Stockhausen darüber Trompete spielte. Jetzt muss ich nur noch im Lotto gewinnen, dann mach ich das an den Maschteichen mit 500 Bläsern. Tschakka.

13. Die meiste Zeit verbracht mit …?
Gefühlt mit Schule und Elterngesprächen.

14. Die schönste Zeit verbracht mit …?
…der Frau auf Wanderungen.

15. Vorherrschendes Gefühl 2016?
Erst Erleichterung, in der zweiten Hälfte Stress. Das muss wieder anders werden.

16. 2016 zum ersten Mal getan?
Karriere verweigert. Berge zu Fuß überquert. Einen Urlaub ohne Wandern doof gefunden. Wintergewandert.

17. 2016 nach langer Zeit wieder getan?
Einen alten Freund getroffen, gleich wie damals gefühlt. Bei einem Konzert Posaune gespielt. Einen Tag im Bett verschlumpft.

18. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Die Milbenallergie. Die Zahnprobleme. Das neue Dach.

19. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
„Wir kommen mit weniger auf der Tour aus!“

20. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Die Neugier über eine körperliche Auffälligkeit, die derjenige inzwischen hat erfolgreich behandeln lassen.

21. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Der Schnaps auf 3000m, den die Unbekannten mit uns teilten.

22. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Irgendwas romantisches zu meiner Frau wahrscheinlich.

23. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Irgendwas romantisches von meiner Frau wahrscheinlich.

24. 2016 war mit einem Wort …?
Wechselhaft.

Nachtrag Digitalisierung

Für fünf Milliarden mach ich das!

Nachdem bekannt wurde, dass fünf Milliarden für die Digitalisierung der Schulen in Deutschland bereit gestellt werden sollen, bilden sich zwei Meinungen heraus. Auf Seiten der LehrerInnen gibt es den Wunsch, erst mal dringendere (wortwörtlich gemeinte) Baustellen anzugehen. Dies wiederum führt zu Verwunderung, grad im Lager der IT-Spezialisten, für die digitale Bildung natürlich die zeitgemäße, zukunftsweisende Form des Lernens ist.

Ich selbst finde die allzu offene Ablehnung der KollegInnen auch etwas merkwürdig, allerdings verstehe ich, dass man geheizte, saubere Toiletten mit Brille und Deckel durchaus reizvoll findet. Auch die Personalsituation ist verbesserungswürdig. Krankheitsvertretungen gibt es kaum und eine Schule gilt ja schon als gut besetzt, wenn 95% des Unterrichts gedeckt ist. Fachunterricht wird dabei kaum beachtet, wenn’s nur Sportlehrer hat und man eigentlich Musiklehrer bräuchte… na, hauptsache 95%. Mathematiker können bestimmt auch 95% = 100% setzen.
Der anderen Seite könnte man vermittelnd sagen, dass es vor allem an einem Konzept für die Nutzung der fünf Milliarden fehlt und dazu habe ich ein aktuelles Beispiel:

Wir haben vier InteractiveBoards an der Schule. Diese wurden günstig gekauft und aufgebaut, ein Messeangebot. Die PCs wurden von einem Elektro-Lehrgang eines Berufsbildungswerks angeschafft und eingerichtet. Die Auszubildenden kannten sich aber weder mit Schulgewohnheiten aus (Grundschüler sollten nicht überall zugreifen können), noch mit den Eigenheiten eines Smart-Boards. Irgendwann hatten alle die Nase voll, dass man eigentlich nur große Monitore hatten und die mitgelieferten Stifte nicht funktionierten. Die Azubis konnten es nicht lösen, nach einem Jahr durften wir den Vertrag lösen, schauten zu zweit selbst, redeten mehrfach über den Wunsch nach Technikern. Zwei Jahre dauerte dieser Prozess. Heute waren zwei Herren da, die in drei Stunden vier Boards zum Laufen brachten. Einfach so, weil sie Ahnung hatten. Sie bekommen viel Geld dafür und ich finde zurecht. Das nächste Mal können wir sie uns aber erst wieder 2020 leisten. Dafür arbeiten die SchülerInnen halt mit OpenOffice.
Es fehlte uns einfach die Kenntnis über all die Möglichkeiten von PCs und deren Peripherie, über Apps und Programme. Vor allem fehlt die Zeit, diese Kenntnis zu erwerben und zu überlegen, wie wir sie sinnvoll in der Schule einsetzen. Wir sind Lehrer und keine Techniker. Wir werden im Unterricht benötigt und wir haben nur 95% und es ist Erkältungszeit.

Mit Konzept wären fünf Milliarden super aufgehoben in Schulen, vielleicht für Zeugnissoftware, Schulverwaltungssoftware, Lernprogramme, IT-Konzepte und Cloud-Systemen speziell für Schulen. Ich wäre auch bereit, so ein Konzept zu entwickeln und umzusetzen. Aber nur mit einem Büro im Kultusministerium. Dort soll es warme Toiletten geben.

Wunschpackliste Komfortwandern

Ich mag halt eine warme Dusche und ein warmes Essen am Abend. Und das kuschelige Bett in der Nacht.

Es ist nicht ultralight, aber immerhin leichter als manches, was man so auf den Straßen Wegen sieht. Für alle, die auf markierten Wegen am Ende einer Etappe in Jugendherberge, Gasthaus oder Hotel landen ist das hier eine Möglichkeit, abends den Ort oder das Restaurant ohne verspannten Nacken zu genießen.

Einige Punkte sind Wünsche oder Ideen, die ich so noch nicht probiert habe, aber in der Phantasie schon gut funktionieren. Sie sollen vor allem das Packmaß reduzieren. Ich markiere diese Ideen kursiv. Und natürlich ist alles streng subjektiv.
Für alle angegebenen Marken bekomme ich übrigens nicht einen Pfennig, die Sachen waren halt im Laden erhältlich oder ich bin überzeugt von ihnen. Und deshalb verlink ich auch nix.

Abendgarderobe

Was trag ich im Quartier, im Restaurant und Nachts?

  • Hose: schlicht, grau, leicht. Meine ist eine Mammut-Kletterhose, 249g.
  • Oberteil: Merino, weil’s weniger schnell riecht. Im Sommer Longsleeve in 140er-Qualität (Icebreaker, ca. 120g), im Frühling/Herbst Merino-Pulli (Muji, 216g) und zusätzlich technisches Unterhemd (Calida, 81g).
  • Unterwäsche: Merino-Slip (Icebreaker, 37g)(Boxer wiegen mehr) und Socken: Füßlinge (NoName, 24g) oder Merino (Falke, 41g).
  • Schuhe: Bei Regen draußen meine Wanderschuhe, ohne Regen Aqua-Schuhe, z. B. von Nomaquito (150g). Deutlich leichter und kleineres Packmaß als meine derzeitigen Turnschuhe.
  • Schlafanzug: Kurz aus Seide. Nackt schlafen klingt voll sexy, aber der Zug, der Nacken. Fänd ich besser als Vielleicht Shorts und Baumwoll-Longsleeve, aber ich hab noch nichts gefunden. Ideen anyone?

Drei Päckchen werden das, wenn man’s geschickt rollt. Zur Sicherheit und für Waschtage habe ich noch eine Ersatzunterhose und ein paar Ersatzstrümpfe mit.

Hygiene/Kulturbeutel und Erste Hilfe

Immer schön alle Probefläschchen und -döschen ausspülen und sammeln, dann ist man für alles gerüstet. Hier wird die Gewichtsangabe schwer, weil sich die mit jeder Tour ändert. Je kürzer, je leichter, klar. Es sind also Circa-Werte.

  • Packtasche: EagleCreek, grün, klein (XS glaub ich), leicht (13g)
  • Reisezahnbürste (DM, Rossmann, 13g) und Zahnpasta (Ajona, halbvoll, 20g)
  • Entweder: Dr. Bronners Neutralseife, als Shampoo, Seife, Waschmittel, Rasierseife (60ml, umgefüllt in kleinere Flasche ca. 20g)
  • Oder: Rasierseife in 30ml-Dose umgefüllt (35g), 80ml-Flasche mit Bio-Shampoo (85g), 50ml Flasche mit Waschmittel (52g)
  • Und: Zwei-Klingen-Rasiergriff (19g) mit zwei bis drei Klingen (2g pro Klinge plus Box 7g), 20ml Plastikfläschchen mit Rasierwasser (umgefüllt, halbvoll 12g)
  • Deostick (kein Glas, keine Dose! Isana soft, Rossmann, halbvoll, 70g)
  • Pinzette, auch als Zeckenzange (9g)
  • Nagelpflege (Schere, Feile, 30g), ich nehme keinen Knipser, weil die Schere auch als Verbandsschere taugt
  • Creme (27g)
  • Brotbeutel für Erste-Hilfe-Sachen (1g)
  • Kompressen, Doppelpack (12g)
  • Blasenpflaster (einige kleine, ca. 6g)
  • Selbstklebendes Pflaster von der Rolle: Superzeug, leicht, wasserfest, flexibel, wiederverwendbar, wenn man z. B. die Kompressen fixiert oder ein Gelenk umwickelt und stabilisiert (Apotheke oder PappStar, 9g)
  • Ibuprofen (halbe Palette, 5g), Schmerzmittel
  • Insektengel (Autan akut, 30g), auch zum Kühlen von Beulen oder Prellungen

Das passt alles in die kleine grüne Tasche. Natürlich kommen da noch persönliche Medikamente zu, wär ja doof sonst. Aber das alles reicht für 14 Tage!

Regen- und Kälteschutz

Hier gibt es Glaubensfragen. Es gibt Daunen- und Fleecefans, Poncho-, Regenschirm- und Regenjacken+hose-Enthusiasten. Alles richtig und gut, aber ich mach es so:

  • Fleece-Troyer: aus dem Skibereich und winddicht. Super, weil orange! (NoName, 204g)
  • JoggingRadMTBReitenRegenkombi. China-Ware, ja ich weiß, aber die teuren Jacken und Hosen sind auch nach der dritten Wanderung nicht mehr wasserdicht, trotz leichtem Rucksack ohne Tragegestell. Das kann einfach nicht schlechter sein, hätte ein geringes Packmaß und wäre sehr leicht (z. B. von WestBiking, 299g für Jacke UND Hose)
  • Regenhaube. Wasserdichter Rucksack wäre cooler (45g)

Alles andere ist in den entsprechenden Jahreszeiten am Körper, zählt also nicht zum Rucksackgewicht.

Nahrung, Komfort und weiteres Zubehör

  • Schoki, Nüsse, Müsliriegel, Apfel oder Käse. Je nach Jahreszeit und Hunger. Nicht zuviel, in fast jedem Ort bekommt man ja etwas nach.
  • Wasser. In zwei SoftFlasks in den Taschen an meinem Rucksack (2x17g+1L Wasser: 1034g)
  • Taschenmesser. Mit Korkenzieher (Victorinox, 53g)
  • Reisekissen. Weil fast überall zu kleine Kissen sind (Marmot Strato, 49g)
  • Smartphone, Ladegerät (143g+46g)
  • Geld, Ausweis, EC-Karte (? !), Haustürschlüssel
  • Sitzkissen. Un-ent-behr-lich! (15g)
  • Handtuch: Outdoorhandtücher haben eine seltsame Haptik, deutlich kuscheliger (und deutlich billiger) sind Mikrofaser-Bodentücher aus dem Drogerie- oder Supermarkt. Durch die Saugfähigkeit braucht man etwa ein Viertel eines normalen Duschtuchs (55x60cm, 80g). Wenn man nur in Gasthöfen und Hotels übernachtet fällt es weg.

Das alles sollte in einen 20L-Rucksack passen, in den Salomon Peak 30 (495g) passt es auf jeden Fall. Da passt ja schon meine jetzige Ausrüstung mit den Turnschschuhen und der alten Regenjacke- und -hose rein. Und es sind rund 2 Kilo Gepäck.

Und am Mann

Das geht schnell.

  • Unterbüx (s.o.)
  • Lange Unterbüx im Frühjahr/Herbst (Icebreaker, 249g, im Frühjahr eine leichtere, dünnere)
  • Lange Trekkinghose. Ich rolle im Sommer die Beine hoch, den Reißverschluss, um die Beine zu teilen, haben ich entfernen lassen (Meru, 238g)
  • Shirt. Im Winter Langarm (151g), im Sommer kurz (114g)
  • Hemd, nur im Frühjahr/Winter (Schöffel, 153g)
  • Socken (41g)
  • Schuhe. Ich mag leichte Schuhe mit Schaft, Trailrunner traue ich mich noch nicht (LaSportiva 918g)
  • Taschentuch (17g)

Je nach Jahreszeit kommen dann noch Buff, Mütze, Handschuhe und/oder Sonnenbrille dazu. Tschibo hat demnächst hoffentlich wieder winddichte Laufhandschuhe mit Touchfunktion für’s Natel.
Außerdem mag ich Stöcke, gerne mit festem Band für’s Handgelenk, ordentlichem Korkgriff und am Griff etwas zum Abstützen bergab (Black Diamond, 590g).

Sie haben die Wahl

Dumm und Dümmer.

Es sind Wahlen. Gejammert wird im Nachgang vor allem, dass die AfD doch SO VIELE Stimmen erhalten hat. Kann man machen, muss man nicht. Denn die Ursache findet sich in den Wahlversprechen. Nein, nicht die Lügen über Steuer, Reichtum, besseres Leben. Na, gut, die natürlich auch, aber halt auch die Versprechen zur Bildung und die lächerliche Umsetzung derselben. Bildung, das heißt für moderne Parteien: Digitalisierung (Magische Wolke und Puff-Geräusche).

Ja, that’s it, hier und da ein Computer, ein Tablet und ein Smartboard in die Klassen gebracht und schon geht die Bildung durch die Decke! So klingt es zumindest in den Wahlprogrammen. Die Wahrheit sieht aber so aus:

  • Der Schulhaushalt ist nicht darauf ausgelegt, eine vernünftige IT anzuschaffen.
  • Hier könnte die Liste zu Ende sein, aber ich kann das ausführen.
  • IT ist weder Lernmittel noch Bauunterhalt. Leasen ist nicht im Haushaltsplan vorgesehen oder genehmigt. Also werden die PCs selten angeschafft und sind schnell veraltet.
  • Ein Wartungstechniker ist schon mal gar nicht vorgesehen. Also hängen gerne mal unbenutzbare Boards an der Wand, die mit einem einfachen USB-Kabel wieder laufen könnten, wenn denn ein Techniker käme, der wüsste, wie man das Ding von der Wand bekäme.
  • Die PCs sind in der Regel viel zu billig eingekauft, weil der oder die Verantwortliche an seine oder ihre Haushalts-PCs denkt. Oder viel zu teuer, weil man sie vom Schulausstatter kauft.
  • Wussten Sie, dass man Software für PCs braucht? Krass, oder?!
  • Oder auch Schutzsoftware. Verrückte Welt.
  • Hier ein Witz: Es soll Server geben. Lustig, oder?
  • Wer kümmert sich eigentlich um die Dinger? Fragen Sie mal jemanden, der in der IT-Branche Geld verdient, ob er für ein Hausmeistergehalt sich zu den oben genannten Bedingungen mit PCs beschäftigen möchte und dazu unentgeltlich noch eine Homepage-AG u. ä. anbieten will.
  • Es ist alles auf Microsoft ausgerichtet. Selbst die lehrerinternen Fortbildungen, die das Land arrangiert, sind von MS gesponsort.
  • Die Schulbuchverlage sind noch gar nicht auf digitale Medien eingestellt. Schulen kaufen zwar viele, viele Bücher jedes Jahr, aber ein PDF davon zu erhalten, mit dem man auf PCs, Tablets oder Boards arbeiten könnte, das ist nahezu unmöglich.
  • Und: Tablets. Kaufen Sie mal welche für eine ganze Klasse und versuchen Sie dann, Software OHNE Kreditkarte zu kaufen. Bei Android. Haha.
  • Apropos Tablets: Ohne WiFi sind die recht nutzlos. Da sind aber Stahlbetonbauten, diese Sache mit den Technikern…
  • Die Telekom hat zwar ein Angebot, dass Schulen recht günstig bis kostenlos ans Netz kommen, aber das schnelle Netz ist oft eher woanders.
  • Die KollegInnen. Ich wurde 2013 noch gefragt, ob ich die Zeugnistexte auf Diskette speichern könne. Die Älteren erinnern sich.
  • Datenschutz: Ich darf Zeugnistexte nicht per E-Mail verschicken, nicht in eine Dropbox packen, nur auf einem PC ohne Internetanbindung schreiben. Aber, hey, Schulen ans Netz!

Kurz: Die digitale Schule ist, leider, noch keine Bildungslösung. Es wird kommen, weil junge KollegInnen nachkommen und die SchülerInnen immer mehr Umgang damit haben. Aber wichtiger wäre vielleicht erst mal Ruhe in der Bildungspolitik, langfristig geplante und sicher umgesetzte Konzepte, gut ausgebildetes, motiviertes, unbelastetes Personal in reichlicher Menge und ein intaktes, freundliches Gebäude. Damit wäre den SchülerInnen schon viel geholfen. Vielleicht kostet das aber zuviel Geld. Vielleicht sogar soviel wie eine Bankenrettung.

P.S.: Es wurden ja 5 Milliarden Euro versprochen für Digitalisierung der Schulen. Das teilen Sie doch mal auf die ca. 50.000 Schulen in Deutschland auf…

Leichter Reisen dank Internettipps

Man muss auch mal etwas gut finden.

Wenn sogar mittelmäßige Deutschrockkapellen zugeben, gerne mit leichtem Gepäck zu reisen, was soll ich mich dagegen wehren? Allerdings meinen es mittelmäßige Deutschrockkapellen eventuell etwas anders als ich.

Nun, im Internet ist nicht alles schlecht, auch wenn ich neulich noch über die Minimal-Reise-Digital-Nomad-Seiten schimpfte. Es gibt dort natürlich auch sinnvolle Tipps, wie man Geld, Platz und Gewicht sparen kann. Vor allem von den Ultra Light Trekkern kann man lernen, die folgenden Sachen habe ich in mein allgemeines Reisegepäck aufgenommen und sie haben sich bewährt. Außer an Gewicht, Platz und Geld zu sparen bieten mir diese Tricks aber vor allem ausreichend Komfort bei Kurzreisen, Proben- oder Seminarwochenenden und Mehrtageswanderungen.

  • Wer öfter so reist, dass er Handtücher mitnehmen muss, hat sich vielleicht schon mal ein Outdoor-Handtuch gekauft. Diese fühlen sich immer seltsam an, so richtig Frottier können sie nicht ersetzen. Einfacher und günstiger sind Bodentücher aus Mikrofaser, mit dicker gewebten Streifen drin rubbeln sie richtig schön über die Haut. Als Duschtuch reicht 50×60 cm, kleinere Spül- oder Haushaltslappen reichen zum Haare trocknen oder Mund abwischen nach dem Zähneputzen.
  • Natürlich nimmt man Reiseduschgels oder Haarshampoos aus der Drogerie. Diese kann man danach aber ausspülen und man füllt sein Lieblingszeug rein. Ich finde Bio-Shampoos besonders gut, denn sie sind ergiebig und man kann sie auch als Duschgel nutzen. Wieder ’ne Flasche gespart.
  • Apropos umfüllen: Bei Männern ist das Rasieren ja so eine Sache. Ich kann nicht ohne, dafür ist mein Bartwuchs zu insular. Also nehme ich meinen Bio-Rasierschaum und fülle den benötigten Inhalt in eine Schaum-Pumpflasche mit 50 ml. Meine gab es bei Muji, Drogerie haben es auch manchmal.
  • Rasierwasser kann man übrigens auch in kleine Plastikfläschchen umfüllen. Oder gar gleich in einen Mini-Parfumzerstäuber.
  • Mir reichen ja inzwischen 2-Klingen-Rasierer, das hat den Vorteil, dass der Griff sehr leicht ist und die Packung mit den Ersatzklingen kleiner. Von den alten Packungen bewahr ich immer eine auf, darin sind die benötigten Klingen für den Reisezeitraum.
  • Sonnenmilch umfüllen geht auch super, dazu nehme ich Filmdosen (oder kleine Creme-Dosen aus der Apotheke). Man kommt besser dran, nutzt auch die Reste, kann es gut reinigen…
  • Außerdem schläft es sich überall besser, wenn man eine gewohntes Kissen hat, bzw. eines, dass das Unterkunftskissen aufpolstert. Dazu finde ich das Marmot Strato Pillow super. Selten so gut geschlafen im Urlaub.

Das Internet rät zu ZipLock-Beuteln statt Kulturtasche, ich habe mir aber doch eine kleine Packtasche gekauft, die war nämlich blickdicht und vor allem leuchtend grün. Ich mag grün.