Welche Architektur gucke ich mir an (II): Museum Kunst der Westküste, Föhr

Wenn diese Farben nicht wären.

Gut, Museen und Kirchen anzusehen und dann behaupten, man hätte Architektur erlebt ist die ganz billige Nummer. Andererseits kommt es gerade in diesen Gebäuden auf eine gute Gestaltung an. Wenn’s dunkel, muffig und vollgerümpelt ist, hat man halt nur wenig Spaß.

Wenn man dann noch auf einer Ferieninsel ein paar Regentage hat, ist ein Museum ein beliebter Zufluchtsort. Neben den Kinderbespaßungsindoorspielplätzen ist es nett, dass es auch kulturtaugliche Abwechslung gibt mit sehenswerten Bildern von Max Beckmann, Max Liebermann, Emil Nolde, Edward Munch und weniger namenhaften, aber spannenden Malern.

Museum der Westküste, Treppe
Museum der Westküste, Treppe

Das Museum ist ein freundliches Gebäude im Ortskern von Alkersum, direkt neben einem alten Gasthof, der auch die Funktion des Museumrestaurants übernimmt und das auf angemessene Art und Weise.

Der Museumsbau selber besticht durch eine zeitgemäße Zurückhaltung, schlichte Formen, schlichte Materialien, schlichte Grundrisse. Wie so oft bei den vermeintlich schlichten Bauten sind es aber die Details, die ihn hochwertig wirken lassen. Raumhohe Doppeltüren aus hellem Holz, Treppenanlagen neben grauem Beton(?)-Klinker, Ausblicke auf die umgebenden Wohnhäuser*, ein Glaswandelgang dort, wo sich der alte Wirtshausgarten befindet. Gerade das gefiel mir gut, ich hatte das Gefühl, direkt im Park Kunst zu erleben – gut geschützt vor Regen und Wind. Öffnungen im Dachfirst (oder eine gut versteckte Beleuchtung) sorgen für ein angenehmes Licht. Apropos Dachfirst, regional inspiriert hat das Museum natürlich ein Reetdach. Gut so.
(*Was dann auch wieder für einen Gemäldeeffekt sorgt. Sehr schick.)

Museum der Westküste, Fenster
Museum der Westküste, Fenster

Eine Sonderausstellung erreichte man durch den Gasthof, auf der Galerie erfasst man das Ensemble noch mal neu und entdeckt das ein oder andere Kunstwerk mit Szenen Föhrer Lebens. Schön.

Museum der Westküste, Wanddetail
Museum der Westküste, Wanddetail

Aber einen Kritikpunkt hätte ich dann doch: Die Farbgestaltung der Ausstellungsräume im Sommer 2014 war, nun, herausfordernd. Ob es ein Kontrast zu den Bildern sein sollte? Denen hätte eine ruhige Wand besser gestanden.

Von notenblog

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