Frau Müller muss weg!

Und alle Lehrerinnen lachen

Neulich, der Mittwochstermin im Kino hat mir ja gut gefallen, schließlich habe ich Bekannte getroffen. Jetzt habe ich noch mehr Bekannte getroffen und das sogar im Kino. Anscheinend habe ich viele Bekannte.

Gut an diesem Film war, dass er in einem Programmkino lief, da sind die Vorschauen besser und nun habe ich Lust auf zwei weitere Filme. Ich muss mich nur an die Titel erinnern.

Das Kino war voll mit Lehrerinnen und meiner Frau. Anfangs lachten viele, außer meiner Frau. Aber sie ist auch keine Lehrerin und erkannte die Klischees nicht wieder. Das gelang mir und den Lehrerinnen schon.
Später lachten wir alle. Sowohl die Eltern als auch die Lehrerin wurde sehr gut getroffen und es vereinigt sich allerlei Vorstellungen in nur wenigen Personen. Zum Schluss sagte die Frau, dass es solche Eltern wohl nicht wirklich gäbe und einige Zuschauer drehten sich ihr zu und sagten: „Doch“.
Der Film ist lustig und ich bin nicht unter den Stuhl gekrochen vor lauter Fremdscham. Kann man gucken.

Honig im Kopf

Eine Kritikliste

Es war ein guter Plan, einfach mal wieder unter der Woche raus, in eine Kneipe, ins Kino. In der Kneipe war es super, es gab Bekannte, zu denen man sich setzen konnte, es gab Riesling und Flammkuchen, den man ohne Zwiebeln bestellen konnte. Ach, das wäre ein Abend geworden, wie ich ihn mag. Aber ich wollte doch noch ins Kino, so war doch der Plan! Und wer will schon einfach seine Pläne ändern, vor allem, wenn man mal unter der Woche einfach so rausgeht.

Der Kinofilm war dann so:

  • Viele Leute lachten und manchmal seufzten sie. Manchmal zückten sie Taschentücher und trockneten ein paar Tränchen.
  • Es wurde einfach gemacht zu lachen, denn eine alte Frau sagte „ficken“, ein alter Mann pupste und erzählte unanständige Witze vor Nonnen und ein junges Mädchen mochte ihren Opa. Der Opa verwechselte Korpulationsgeräusche mit denen eines kranken Vogels.
  • Es wurde Popmusik gespielt.
  • Auch das Seufzen und Schluchzen wurde leicht gemacht. Das junge Mädchen sorgte sich in naiver Art um ihren Opa, der sehr vergesslich wurde im Verlauf des Films. Der Opa erinnerte sich an alte Zeiten oder auch nicht und weinte darüber. Der Opa stirbt am Schluss des Films und alle weinen.
  • Etwas ärgerlich war der Film aber doch. Es gab relativ große Logiklücken und dazu eine recht schlechte Tonmischung. Bewusst oder unbewusst ist es lästig, wenn die Tonqualität schwankt.
  • Super war hingegen der Filmschnitt, denn der kam von der Schwester einer Freundin. Vielleicht war das der Grund, dass ich in den Film ging. Der Einzige.

Ja, so war der Film. Alles andere wissen die üblichen Filmseiten. In der Kneipe wäre es wahrscheinlich genauso schön gewesen. Aber was weiß ich.