Kleine Musikstunde: Tonleitern und ABC

Folgendes:

  

So, 10.45 Uhr, Unterrichtsbeginn, Ruhe jetzt, auch dahinten!

Diese Frage hat uns ein kluger Schüler gestellt, ja, auch Erstklässler dürfen so etwas fragen und darauf Antwort erhalten. Nicht tuscheln, ich höre das!

Ich versuch es mal, einfach zu halten.

  1. Wie die Schrift hat sich auch die Notation entwickelt. Das ist lange her, über 1500 Jahre. Damals hat man vor allem versucht, die Kirchengesänge zu notieren und, weil alles auf Latein war, hat man auch für die Notennamen lateinische Begriffe verwendet. Außerdem hatte man viel mehr Tonleitern als das heutige Dur und moll. Es gab also ein b rotundum, das „weiche“ b, welches geschrieben einem h sehr ähnelte. Wenn man jetzt als Ausgangston ein a nimmt hat man a b c d e f g. Nur fanden alle Deutschen, Slawen und Skandinavier, dass das b doch sehr wie ein h aussähe und machten daraus a h c d e f g. Später wurden daraus die Stammtöne c d e f g a h. Der Brite indes kümmerte sich nicht darum und blieb beim b.
  2. Warum aber geht es nicht weiter? Nun, der Herr Pythagoras, manch einer erinnert sich an den Satz mit den Quadraten, hat entdeckt, dass sich gewisse Schallwellen überlagern. Obertonreihe nannte er das und man kann es bei einer Gitarre ganz prima demonstrieren: Drückt man eine Saite genau auf der Hälfte ab, erklingt die Oktave, d. h. der Ton wiederholt sich, aber höher klingend. Darum ist nach a b c d e f g auch Schluss und man fängt wieder von vorne an.

O.K., das könnte man jetzt irrsinnig vertiefen, aber es soll ja für das einfache Verständnis reichen. Einsprüche anyone?

Von notenblog

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