Raus, Wandern: Heidschnuckenweg im Dezember

Wandern im Norden

Da Jens vom Hiking Blog grad fleißig über seine Erfahrungen auf dem Heidschnuckenweg berichtet, schließe ich mich mal an und geb meine Erfahrungen zu ganz anderer Jahreszeit preis. Reisezeit war im Dezember, kurz nach Weihnachten ging es los und Silvester verbrachte ich dann an der Bar des Steakhauses in Bispingen. Neujahr folgte dann die Rückreise von Soltau. Der Restweg nach Celle wartet jetzt noch auf seine Beschreitung.

Heidschnuckenweg-Stein

Anreise und 1. Etappe

Die Anreise ging mit dem Auto bis Soltau, dann mit dem ICE bis Hamburg, dort mit der S-Bahn bis Fischbeck. Nach etwas Weg durch den Ort kommt man zu einem Wanderparkplatz und dann geht es erstaunlich bergig und heidisch… heidig… also mit der Heide gleich los. So weit alles kein Problem, eher ein Problem war die im Winter früh einsetzende Dunkelheit, über eine Stunde ging’s durch einen dunklen Wald. Die alte Taschenlampe, die ich noch in der Schubalde hatte half mal gar nicht, zur Erkennung der Wegweiser ist inwzischen das Smartphone die bessere Wahl. Also im Hotel in Buchholz die frischen Batterien ausbauen und die Taschenlamppe dort „vergessen“.

2. Etappe

Der nächste Tag wartet mit Sonne auf. Und mit Kälte. Aber dank dicker Fütterung und langer Unterbüx alles kein Problem. Erstaunlich finde ich, dass die Kombi aus Merino-Longsleeve, Fleece und Regenjacke locker warmhält. Super! Also auf nach Wesel, wo wir in einer lauschigen Pension unterkommen, die sogar noch Bier zum Zapfen haben. Gegessen haben wir unterwegs, sogar drei Gänge zu Mittag, die Zeit fehlt uns abends, also wird wieder im dunklen gewandert.

Heidewald in Wintersonne

3. Etappe

Wieder Sonne, wieder Kälte. Und die schöne Strecke über die Touristenzentren Undeloh nach Niederhaverbeck. Wir wandern über die höchste Erhebung, den Wilseder Berg. Silvester gehen wohl alle umliegenden Hotels mit ihren Gästen, Fackeln und Champagner hierhin. Muss toll aussehen.

Wilseder Berg Höhenstein

Das Hotel Haverbeckhof kennen wir schon und freuen uns drauf! Die Strecke ist nicht allzu lang, also kann man Heidschnuckenbratwurst testen und das regionale Bier, Kuchen und Kaffee…

Heide im Frost

Heide, frostig

4. Etappe

Wieder so ein Tag in der schönsten Gegend, aber noch kälter, weil weniger sonnig. Es ist Silvester und der Weg führt so nah an einer Autobahnraststätte vorbei, dass man mal eben noch einen Pikkolo für abends kaufen kann. Es ist lustig an all den Burger-Imbiss-Besuchern in voller Wandermontur vorbei in den Shop zu gehen, schnell einzukaufen, weil es viel zu warm ist und weiter zu wandern. In Bispingen müssen wir früh essen, kaufen im Supermarkt noch etwas Frühstück ein. Der Hotelbesitzer möchte nach der langen Nacht länger schlafen und wir bekommen das Zimmer fast geschenkt, weil wir uns selbst versorgen. Das Steakhaus hat einen Bartresen und die Bedienung lässt sich überreden, nach unseren Angaben Cocktails zu mixen. Hui!

Heide, sehr frostig

5. Etappe

In Bispingen kommen wir erstaunlich früh los, aber Böllern ist dort auch eher übersichtlich. Trotzdem fällt die Tour schwer, es nieselt, es ist kalt, es kommt keine Einkehr und überhaupt. Der Weg ist anfangs noch schön und… heidig, ab dem Heidepark ist es voller Straßen und wir sind froh, in Soltau anzukommen und unser Auto besteigen zu können.
Was auf jeden Fall überlebt, ist die Idee, immer über Silvester zu wandern. Es soll da im Norden einen Störtebekerweg geben…

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