Raus, Wandern: Leichte Packliste für Mehrtagestouren – für Einsteiger II

Leichter Wechsel

Die Hygiene fällt uns also leicht, da können wir ja direkt weitermachen:

Die Großen Vier: Abendgarderobe/Wechselkleidung

Beim Wandern ist es klar, dass man tagsüber etwas trägt. Das muss nicht weiter aufregend sein, Unterwäsche, Socken, Oberbekleidung und Schuhe reichen. Natürlich kann man alles aus High-Tech-Stoffen kaufen, es reicht aber auch robustes, sportliches, bequemes Zeug.
Jeans und dicke Baumwolle ist eher schlecht (weil’s langsam trocknet und schwer ist), leichte Baumwolle mit Elastan oder Tencel geht schon wieder. Merino ist grad schwer beliebt, aber aus Tierschutzgründen auch bedenklich. Kunstfaser (KuFa) ist leicht, aber umweltschädlich in der Produktion und bei der Entsorgung. Irgendwie muss man also einen Kompromiss finden.
Gut ist, dass man nicht gleich zu Anfang alles haben muss, meistens hat man ja schon Sportbekleidung im Schrank. Sport ist ein gutes Stichwort, es lohnt sich auch außerhalb des Trekkingbereichs zu gucken. Im Lauf-, Ski- und Golfsport (und wahrscheinlich in allen anderen Sportarten auch) gibt es ebenfalls leichte und praktische Sachen.
Die Schuhe brauchen grad im Mittelgebirge noch nicht alle Qualitäten eines schweren Bergstiefels haben. Im Gegenteil, immerhin hebt das Bein die Stiefel einige tausendmal am Tag, da dürfen die ruhig etwas leichter sein. Grad in Deutschland sind viele Wanderwege auch gut ausgebaut und viele Senioren gehen einfach in Mephisto-Schuhen, einige Wanderer gehen in Trailrunnern.

Doch zurück zum Thema: Tageskleidung ist also vorhanden, jetzt will man im Quartier aber nett aussehen und riechen. Nach dem Duschen braucht’s also eine (!) leichte (!) Wechselhose (oder Rock, Kleid, Leggings), ein Oberteil, Unterwäsche, Socken und ein paar Schuhe.
Dazu wiegt man erst mal einfach, was man so im Schrank hat und nimmt das jeweils leichteste, was zudem der Jahreszeit entspricht (also T-Shirt im Sommer, Pulli im Herbst usw.).
Jeans ist, wie bereits gesagt, eher schlecht, aber was spricht gegen eine schlichte Baumwoll-Sommerhose für’s Hotel? Oder gegen den Merinopulli, den man auch im Alltag trägt?

Wichtiger ist die Menge, die man einpacken will. Zusätzliche Jacken oder Pullis kann man sich sparen, denn man hat sie als Wetterschutz bereits dabei – und in wieweit man zusätzlich Shorts benötigt, sollte man auch genau überlegen. T-Shirts kann man waschen, also sollte man auch da wenig mitnehmen. Wenig heißt ein oder zwei.
Auch bei der Unterwäsche kann man gut sparen. Ein Slip wiegt etwa 40 Gramm, eine Retroshorts das doppelte. Nimmt man also fünf Stück mit, spart man hier schon 200 Gramm. Dabei ist ja die Frage, ob man überhaupt fünf braucht: Eine trägt man tagsüber, nimmt sie zum Waschen mit unter die Dusche und während die erste trocknet zieht man eine zweite an. Mit etwas Erfahrung verzichtet man später auch auf die dritte Ersatzunterhose.
Auch Socken kann man waschen, hier reicht also auch ein zusätzliches Paar für abends. Kurz gesagt reicht ein Outfit für tags und eines für abends.

Es bleibt noch die Nacht. Nackt schlafen klingt ja immer wahnsinnig sexy, ich krieg dann immer Nackenverspannungen. Das muss aber jeder für sich entscheiden, ich gebe nur den Hinweis, dass es auch bei Schlafanzügen große Gewichtsunterschiede gibt und ich in Hotels immer schwitze.

Ein letzter großer Punkt sind Abendschuhe. Irgendwann ist man froh, aus den verschwitzten Schuhen rauszukommen und ein paar luftigere, leichtere Dinger anzuziehen. Äh, Moment. Wir hatten das doch schon mit den leichten Schuhen. Die kann man bei Regen oder bei Spaziergängen im Dorf immer noch anziehen. Im Hotel, auf der Hütte oder in der Jugendherberge reichen dann leichteste Turnschuhe, Crocs, Yoga-Schlappen, Minimal-/Barfuß- oder Aqua-Schuhe. Hauptsache leicht und mit kleinem Packmaß.

Was haben wir jetzt gespart? Sicherlich einiges an Geld, weil man wirklich wenig neu anschaffen muss. Das Gewicht ist schwer zu bestimmen, über die Jahre habe ich hier 1,5kg gesammelt.

Teil 1: Hygiene/Erste Hilfe
Teil 3: Wind und Wetter
Teil 4: Technik und Werkzeuge

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3 Gedanken zu “Raus, Wandern: Leichte Packliste für Mehrtagestouren – für Einsteiger II

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