Raus, Wandern: Leichte Packliste für Mehrtagestouren – für Einsteiger IV

Er sprach es werde light. Licht. Ach, man, Witz vergeigt.

Langsam fällt mir auf, dass es ja nur lauter Tipps zum Erstellen einer Packliste sind, die ich hier (und hier und hier) veröffentliche. Na, ja, vielleicht folgt eine Liste in Teil V.

Das heutige Thema Technik kann ganz schnell gemacht werden: Nehmt ein Smartphone mit den passenden Apps mit, Ladegerät dazu, fertig. Ah, da braucht’s jetzt aber schon eine Erklärung, warum Machete und Epiliergerät zuhause bleiben müssen (das war übrigens nicht frauenfeindlich oder sexistisch, viele Radfahrer, Schwimmer und Trailrunner epilieren!).

Die Großen Vier: Technik und Werkzeuge

Im Alltag nutzt man gerne viel Elektronik und auch auf Tour kann man manches Spielzeug dabei haben. Kameraausrüstung, Stirnlampen, Navigationsgerät, E-Reader und iPad sind gerne mal dabei, auf 2500m saß auch schon mal ein Paar im Hüttenschlafgemach und schaute auf einem schwer aussehenden Laptop eine Serie. Leider hatten sie nur ein Paar Kopfhörer dabei. Doof für die, die schlafen wollten.

Die meisten benötigten Funktionen erfüllt aber auch ein Smartphone. Schnappschusskamera, Spielekonsole, Kommunikationszentrale und MP3-Player kennt jeder, auch ein Kompass ist drin. Hilfreich ist eine Karten-App, wie Komoot, maps.me, PhoneMaps oder Outdooractive. Man muss sich oft auf einer Internetseite anmelden, für einen kleinen Beitrag als InApp-Kauf kann man dann geplante oder gespeicherte Wanderungen laden und das Kartenmaterial speichern. Wenn man nur an kritischen Punkten kontrolliert, wo man gerade ist und die mobilen Daten ausschaltet reicht das für den Anfang aus (und später erst recht). Vorausgesetzt man geht auf den markierten Wegen, was sich als Einsteiger anbietet. Abends in der Unterkunft kann man ja wieder laden, das spart die Powerbank. An das Ladegerät sollte man denken, wenn man mit Wanderbegleitung läuft ist es gut, wenn beide ein ähnliches System verwenden, so dass ein Ladegerät reicht.
Ein Navi lohnt sich dann, wenn man Strecken aufzeichnen will oder in unmarkierten Terrain läuft.

Tablets, iPads oder Laptops sind einfach zu schwer und zu anfällig, um sie mit auf Tour zu nehmen.

Spezieller ist die Kamera, einem Smartphone fehlen halt die Objektive und diverse Einstellmöglichkeiten. Allerdings muss einem klar sein, dass der Preis der schönen Fotos sich direkt im Gewicht am Körper niederschlägt. Man muss es wortwörtlich abwägen. Und auch, wenn eine GoPro so wahnsinnig leicht ist, tragen muss man sie doch. Nebst Zubehör!

Für viele Wanderer ist eine Stirnlampe Pflicht, ich habe sie selbst in der Hütte noch nie vermisst. Ich habe auch noch nie nachts ein Zelt aufbauen müssen, also brauche ich keine.

Ein E-Reader kann sinnvoll sein, ich selber lese Bücher auf dem Telefon und auf Tour lieber im Reiseführer, den ich gedruckt dabei habe. Auf Hüttentouren redet man mit vielen Leuten, da habe ich ihn nie vermisst. Aber im Alter, wenn auch die Lesebrille ins Gepäck wandert, wird es vielleicht Zeit, ihn einzupacken.

Was ich immer seltsam finde, sind Leute, die beim Wandern Kopfhörer tragen oder im Wald ständig WhatsApp bekommen.

Macht Ohren und Augen auf und genießt die Natur ungefiltert!

Vielleicht ein guter Hinweis zu Elektronik beim Wandern im Allgemeinen.

Lustig ist übrigens auch, was manche an Werkzeugen dabei haben. Grad Männer haben gerne mal allerlei am Gürtel hängen. Dabei ist ja die Frage, was man alles mit einem Leatherman reparieren will, wieviel Kompasse man so benötigt und wie groß eine Taschenlampe sein muss? Die Antwort ist leicht, ohne Zelt auf einem markierten Pfad braucht man gar nichts davon. Auch das Schweizer Taschenmesser ist oft unnötig. Aber es kann eine netter Gegenstand sein, wenn man Äpfel schneiden will und Weinflaschen vor dem Umfüllen für’s Picknick öffnen. Ob man das aber so braucht, muss man wieder selber entscheiden.

Was hat man gespart? Viel Geld und viel Gewicht. Ein Smartphone ist oft vorhanden und alles weitere braucht man ja eigentlich nicht.

Abschließend gibt es noch eine Übung zum Weglassen: Nehmen sie mal ihr Schlüsselbund, wiegen sie es, überlegen dann, welche Schlüssel sie auf der Wanderung brauchen und welche Schlüsselanhänger ihnen nützen. Entfernen sie alles Nutzlose und wiegen es erneut. Wenn sie Langeweile haben, errechnen sie das Verhältnis in Prozent. Soviel kann man ganz einfach sparen.

Teil 1: Hygiene/Erste Hilfe
Teil 2: Abendgarderobe/Wechselkleidung
Teil 3: Wind und Wetter

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3 Gedanken zu “Raus, Wandern: Leichte Packliste für Mehrtagestouren – für Einsteiger IV

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