Kulinarische Katastrophen

Formschub fragt nach kulinarischen Katastrophen und ja, da habe ich direkt eine im Angebot. Vorweg sei gesagt, es ist niemand zu Schaden gekommen, selbst die Zutaten hatten ihre beste Zeit schon hinter sich.

Es war kurz nach der Hochzeit mit der Liebsten, die dazugehörige Reise sollte entspannt sein und ging auf den Darß, bzw. zum anliegenden Bodden, eher außerhalb in ein Ferienhaus eines Freundes, an einer Landstraße weit entfernt von Irgendwas.

Das Haus allerdings war gut, es gab einen Herd, von dem man die Bodenplatte entfernen konnte und durch einen Schamottstein ersetzen. Das ergab einen prima Pizzaofen, der nah an die professionellen Geräte in den italienische Restaurants heran kommt. Jedenfalls war die Pizza in zwei Minuten fertig, die Verunglückte ergab eine prima Calzone.

Es gab auch prima Kochbücher mit regionalen Rezepten, eines, ein Schweinefilet mit Gurken-Senfsauce, machen wir noch heute. Ein anderes ging über Hirschrouladen mit pilzgefüllten Wirsingtaschen. Da ging es dann los.

Den Hirsch bestellten wir, zurück in der Heimat, in einer naheliegenden Pferde- und Wildschlachterei. Ausgepackt zeigte sich, dass es eher ein Unfallhirsch war, die Scheiben waren recht grob geschält, an Rollen war nicht zu denken. Für die Wirsingtaschen bekamen wir nur noch ein paar Restpilze, die nach einigem Spülen und Aussortieren doch noch erstaunlich glitschig wirkten. In Verbindung mit etwa flüssigem Ricotta tat das Wasserbad ein Übriges, dazu die Hirsch… ballen.

Es ist wirklich gut, dass es Pizzabringdienste gibt und Wirsing mag ich bis heute nicht mehr sehen.

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