Nachtrag Digitalisierung

Für fünf Milliarden mach ich das!

Nachdem bekannt wurde, dass fünf Milliarden für die Digitalisierung der Schulen in Deutschland bereit gestellt werden sollen, bilden sich zwei Meinungen heraus. Auf Seiten der LehrerInnen gibt es den Wunsch, erst mal dringendere (wortwörtlich gemeinte) Baustellen anzugehen. Dies wiederum führt zu Verwunderung, grad im Lager der IT-Spezialisten, für die digitale Bildung natürlich die zeitgemäße, zukunftsweisende Form des Lernens ist.

Ich selbst finde die allzu offene Ablehnung der KollegInnen auch etwas merkwürdig, allerdings verstehe ich, dass man geheizte, saubere Toiletten mit Brille und Deckel durchaus reizvoll findet. Auch die Personalsituation ist verbesserungswürdig. Krankheitsvertretungen gibt es kaum und eine Schule gilt ja schon als gut besetzt, wenn 95% des Unterrichts gedeckt ist. Fachunterricht wird dabei kaum beachtet, wenn’s nur Sportlehrer hat und man eigentlich Musiklehrer bräuchte… na, hauptsache 95%. Mathematiker können bestimmt auch 95% = 100% setzen.
Der anderen Seite könnte man vermittelnd sagen, dass es vor allem an einem Konzept für die Nutzung der fünf Milliarden fehlt und dazu habe ich ein aktuelles Beispiel:

Wir haben vier InteractiveBoards an der Schule. Diese wurden günstig gekauft und aufgebaut, ein Messeangebot. Die PCs wurden von einem Elektro-Lehrgang eines Berufsbildungswerks angeschafft und eingerichtet. Die Auszubildenden kannten sich aber weder mit Schulgewohnheiten aus (Grundschüler sollten nicht überall zugreifen können), noch mit den Eigenheiten eines Smart-Boards. Irgendwann hatten alle die Nase voll, dass man eigentlich nur große Monitore hatten und die mitgelieferten Stifte nicht funktionierten. Die Azubis konnten es nicht lösen, nach einem Jahr durften wir den Vertrag lösen, schauten zu zweit selbst, redeten mehrfach über den Wunsch nach Technikern. Zwei Jahre dauerte dieser Prozess. Heute waren zwei Herren da, die in drei Stunden vier Boards zum Laufen brachten. Einfach so, weil sie Ahnung hatten. Sie bekommen viel Geld dafür und ich finde zurecht. Das nächste Mal können wir sie uns aber erst wieder 2020 leisten. Dafür arbeiten die SchülerInnen halt mit OpenOffice.
Es fehlte uns einfach die Kenntnis über all die Möglichkeiten von PCs und deren Peripherie, über Apps und Programme. Vor allem fehlt die Zeit, diese Kenntnis zu erwerben und zu überlegen, wie wir sie sinnvoll in der Schule einsetzen. Wir sind Lehrer und keine Techniker. Wir werden im Unterricht benötigt und wir haben nur 95% und es ist Erkältungszeit.

Mit Konzept wären fünf Milliarden super aufgehoben in Schulen, vielleicht für Zeugnissoftware, Schulverwaltungssoftware, Lernprogramme, IT-Konzepte und Cloud-Systemen speziell für Schulen. Ich wäre auch bereit, so ein Konzept zu entwickeln und umzusetzen. Aber nur mit einem Büro im Kultusministerium. Dort soll es warme Toiletten geben.

Sie haben die Wahl

Dumm und Dümmer.

Es sind Wahlen. Gejammert wird im Nachgang vor allem, dass die AfD doch SO VIELE Stimmen erhalten hat. Kann man machen, muss man nicht. Denn die Ursache findet sich in den Wahlversprechen. Nein, nicht die Lügen über Steuer, Reichtum, besseres Leben. Na, gut, die natürlich auch, aber halt auch die Versprechen zur Bildung und die lächerliche Umsetzung derselben. Bildung, das heißt für moderne Parteien: Digitalisierung (Magische Wolke und Puff-Geräusche).

Ja, that’s it, hier und da ein Computer, ein Tablet und ein Smartboard in die Klassen gebracht und schon geht die Bildung durch die Decke! So klingt es zumindest in den Wahlprogrammen. Die Wahrheit sieht aber so aus:

  • Der Schulhaushalt ist nicht darauf ausgelegt, eine vernünftige IT anzuschaffen.
  • Hier könnte die Liste zu Ende sein, aber ich kann das ausführen.
  • IT ist weder Lernmittel noch Bauunterhalt. Leasen ist nicht im Haushaltsplan vorgesehen oder genehmigt. Also werden die PCs selten angeschafft und sind schnell veraltet.
  • Ein Wartungstechniker ist schon mal gar nicht vorgesehen. Also hängen gerne mal unbenutzbare Boards an der Wand, die mit einem einfachen USB-Kabel wieder laufen könnten, wenn denn ein Techniker käme, der wüsste, wie man das Ding von der Wand bekäme.
  • Die PCs sind in der Regel viel zu billig eingekauft, weil der oder die Verantwortliche an seine oder ihre Haushalts-PCs denkt. Oder viel zu teuer, weil man sie vom Schulausstatter kauft.
  • Wussten Sie, dass man Software für PCs braucht? Krass, oder?!
  • Oder auch Schutzsoftware. Verrückte Welt.
  • Hier ein Witz: Es soll Server geben. Lustig, oder?
  • Wer kümmert sich eigentlich um die Dinger? Fragen Sie mal jemanden, der in der IT-Branche Geld verdient, ob er für ein Hausmeistergehalt sich zu den oben genannten Bedingungen mit PCs beschäftigen möchte und dazu unentgeltlich noch eine Homepage-AG u. ä. anbieten will.
  • Es ist alles auf Microsoft ausgerichtet. Selbst die lehrerinternen Fortbildungen, die das Land arrangiert, sind von MS gesponsort.
  • Die Schulbuchverlage sind noch gar nicht auf digitale Medien eingestellt. Schulen kaufen zwar viele, viele Bücher jedes Jahr, aber ein PDF davon zu erhalten, mit dem man auf PCs, Tablets oder Boards arbeiten könnte, das ist nahezu unmöglich.
  • Und: Tablets. Kaufen Sie mal welche für eine ganze Klasse und versuchen Sie dann, Software OHNE Kreditkarte zu kaufen. Bei Android. Haha.
  • Apropos Tablets: Ohne WiFi sind die recht nutzlos. Da sind aber Stahlbetonbauten, diese Sache mit den Technikern…
  • Die Telekom hat zwar ein Angebot, dass Schulen recht günstig bis kostenlos ans Netz kommen, aber das schnelle Netz ist oft eher woanders.
  • Die KollegInnen. Ich wurde 2013 noch gefragt, ob ich die Zeugnistexte auf Diskette speichern könne. Die Älteren erinnern sich.
  • Datenschutz: Ich darf Zeugnistexte nicht per E-Mail verschicken, nicht in eine Dropbox packen, nur auf einem PC ohne Internetanbindung schreiben. Aber, hey, Schulen ans Netz!

Kurz: Die digitale Schule ist, leider, noch keine Bildungslösung. Es wird kommen, weil junge KollegInnen nachkommen und die SchülerInnen immer mehr Umgang damit haben. Aber wichtiger wäre vielleicht erst mal Ruhe in der Bildungspolitik, langfristig geplante und sicher umgesetzte Konzepte, gut ausgebildetes, motiviertes, unbelastetes Personal in reichlicher Menge und ein intaktes, freundliches Gebäude. Damit wäre den SchülerInnen schon viel geholfen. Vielleicht kostet das aber zuviel Geld. Vielleicht sogar soviel wie eine Bankenrettung.

P.S.: Es wurden ja 5 Milliarden Euro versprochen für Digitalisierung der Schulen. Das teilen Sie doch mal auf die ca. 50.000 Schulen in Deutschland auf…

Hui, bin ich ein geiler Minimal-Wanderer

Das kannst du auch, wenn du wie ich so supi-töfte alles weggibst und komplett auf digital yoga-veganen lifestyle umstellst! Hier hast du 25 Tipps, was meinst du dazu?

Nein, ich will keine Antwort, wirklich nicht, danke. Es ist so, dass ich im Internet las. Ich weiß, das sollte ich lassen, aber die Farbe musste trocknen, ich fing an zu warten und da war dieser Laptop…

Ich wandere ja ganz gerne und ich verlinke jetzt keinen Beitrag dazu. Beim Wandern überlege ich viel, was ich auf der Tour brauche und was ich trotzdem mitnehme (Spoiler: Oft eine Sigg-Flasche mit leichtem Rotwein und einen Blech-Becher, damit lässt es sich prima picknicken). So lande ich bei allerlei Ultra-light-trekking-Blogs, aber auch bei solchen, die sich mit digitalem Arbeiten oder Minimalismus im allgemeinen beschäftigen. Das sind auch interessante Ideen, rasant ägerlich wurde ich aber nun heute bei zwei Blogs, die ihre kleinen Erkenntnisse als Entdeckung des Jahrtausends anpriesen. Dabei werden winzigste Allgemeinstände in lange, SEO-gepimpte Artikel gepackt und minimal (haha!) variiert immer wieder wiederholt. Ein Beispiel?

  • Start ins minimalistische Leben
  • 25 weitere Tipps, wie Du minimalistischer leben kannst
  • 25 Tipps, wie Du minimalistischer leben kannst (innerhalb einer Stunde)
  • Entrümpeln leicht gemacht
  • Noch mal 25 Tipps, wie Du einfacher leben kannst

Kurz: Kauf nicht jeden Schrott, schmeiß auch mal etwas weg, organisier deinen Kram.

Oder hier:

  • Die ultimative Packliste
  • Mein e-book: Arbeite von unterwegs
  • Die besten Ressourcen und Tools für die Arbeit von unterwegs
  • Erste Schritte, wie Du als Digital Nomad arbeitest

Ich habe alles etwas abgeändert, wegen Urheberrecht und so.
Was nervt mich so?

  1. Das duzen. Sie mich auch, danke.
  2. Dieses Bohai um nix (Ein aufgeräumter Desktop hilft dem Geist sich zu sortieren. Achwas?!).
  3. Der Anspruch auf Endgültigkeit: ultimativ? die besten? Für wen, was und warum? Für mich war viel Schrott dabei.
  4. Keine Packliste, kein Tipp ist wirklich minimalistisch, ressourcenschonend oder nachhaltig! Dinge werden ersetzt durch andere Dinge. Die Plattensammlung durch Streaming, die Stereoanlage durch Sonos, die Bücher durch E-Reader (immer den neuesten, leichtesten). Die Kleidung durch High-End-Trekking-Stuff. Ständig wird alles auf das neueste Produkt aktualisiert.
  5. Alles ist nichts ohne die richtige Marke. Welche? Klar, Nike, Apple, NorthFace, … Kein Wort von No-Name-Produkten. Höchstens etwas H&M oder Aldi, um zu zeigen, dass man auch anders kann.
  6. Leichter reist es sich ohne Bargeld, die Werbung für die Kreditkarten-Bank hingegen ist nur schlecht bis gar nicht versteckt.
  7. Die Glückskeks-Sprüche.
  8. Dass man natürlich noch seine Homebase in BerlinHamburgMünchen hat. Woanders kann man ja gar nicht minimal leben, weiß man ja.
  9. Alle Reisen und Wanderungen sind immer spektakulär. Nicht nur eben grad durch den Harz, nein, in drei Tagen über die Alpen, durch den Himalaya oder irgendwas in Singapur. Und immer so nah an den Menschen und gar nicht wie ein Tourist!
  10. Minimal ist nur, wer auch alles andere macht: Yoga, vegan leben undundund. Hm.
  11. Immer diese Pseudofragen, um die Kommentare vollzubekommen. Oder was meinen Sie dazu?

So, die Farbe ist trocken, ich muss weitermachen. Selber Wände streichen, es ist so entspannend, dass MUSST du auch mal machen. Die Musik streamt dazu auf meine Minimal-Linn-Anlage und die neue Minimal-Malerrolle trägt ein Minimal-Weiß auf, wie es nur Caparol hinbekommt. Danach gleich ein Gläschen veganen Veneziano, man muss sich schließlich auch mal etwas gönnen.

 

Nachtrag Punkt 12, apropos etwas gönnen: Dieses alberne „hihi und auf *ErsteWeltLifestyleLebensmittel* kann ich dann doch nicht verzichten…“

#12von12 September 2015

Mach ich auch mal.

Eine schöne Übung, um seinen Alltag zu beobachten. Was macht man eigentlich den ganzen Tag, festgehalten in 12 Bildern. Ganz praktisch ist dieses Mal, dass es am Wochenende ist.


Heute z. B. wartete ich darauf, ein neues Telefon bestellen zu können und dann konnte ich mich nicht entscheiden. Dann halt morgen.


Außerdem war Putztag: Bad, Küche und Wanderschuhe. Man müsste überhaupt mehr über’s Wandern schreiben.


Die Tomaten gehen übrigens grad ab.


Während die Zahnputzbecher heute Panik schoben.


Die Getränke des Tages sind hier in der richtigen Reihenfolge geordnet.


Die übliche Recherche im Internetz ergibt auch nicht Neues.Ich hätte echt gerne eine Parker, aber… (s. Bild 1).

Wie man putzt, wenn man Putzen nicht mag (Bad-Edition)

So viele Tipps, du wirst durchdrehen.

Putzen ist ja eher nicht so trendy. Aber irgendeiner muss es ja machen. Nach diversen kaputten Lieblingsdingen durch Raumpflegerinnen war ich gar nicht mehr recht in Stimmung, diejenige zu ersetzen, die dann wegen Schwangerschaft aufhörte. Und jetzt das Dilemma: Selber putzen macht keinen Spaß, aber Sauberkeit schon.

Also kommt hier die Putzen für Dummies Liste!

Täglich

  • die Duschfliesen abziehen: Du brauchst dazu so einen Fensterwischer. Wenn die Dusche eine Glastür hat, wisch auch die ab. Mach danach die Fugen mit einem Mikrofasertuch trocken.
  • Du brauchst: Den Wischer und ein Tuch.
  • Vorteil: Die Fugen schimmeln nicht, kein Kalk an den Fliesen, d. h. weniger schrubben beim Putzen, man trocknet dabei vor, also riecht das Duschtuch weniger.

Wöchentlich

  • Vor dem Duschen Badreiniger an die Fliesen sprühen, beim Duschen abspülen, nach dem Abziehen mit einem alten Küchentuch trocknen.
  • Außerdem: Das gleiche Zeug in die Waschbecken sprühen, abspülen, trocknen. Flächen drumherum abwischen.
  • Und: Klos reinigen. Kloreiniger und -bürste benutzen.
  • Protipp: Auch unterhalb der Wasserkante bürsten. Wenn’s vom Vorbesitzer ekelig ist von Vati einer Corega Tabs Tablette schnorren und einwerfen.
  • Du brauchst: zwei alte Küchentucher, Badreiniger (z. B. von Frosch), das Zeug von oben, Kloreiniger (Frosch) und -bürste, warmes Wasser.
  • Vorteil: Es glänzt nachher alles.

Regelmäßig (whatever)

  • Schubladen ausräumen und auswischen, Perlatoren abdrehen und in Entkalker legen, Duschtüren und Spiegel säubern
  • Du brauchst: Glasreiniger (Rat mal), Entkalker, das Zeug von oben
  • Vorteil: Was ist schon regelmäßig. Alle drei Wochen?

Selten

  • Alle Porzellanteile mit Scheuermilch schrubben
  • Du brauchst: Scheuermilch (Ha!), einen Putzschwamm
  • Vorteil: brauchst du fast nie machen, das oben reicht.

Und hier die Abschlusstipps:

  • Stell nicht alles voll. Kitschdeko mag eh niemand und ist mühselig abzustauben.
  • Stell dir Boogie an. Boogie ist Putzmusik.
  • Nimm dir einen festen Putztermin.
  • Vergiss deine Seifenschalen nicht.
  • Es muss glänzen, Baby!
  • Kein Stress, nimm nichts zu ernst, trink Sekt dabei.

Was ich nicht verstehe (VII): große Autos, kleine Autos

Eigentlich fahre ich ein großes Auto. Eigentlich fahre ich ein kleines Auto.

Das große Auto kommt von der Frau. Sie hat einen Dienstwagen und der gehört zur oberen Mittelklasse von traditionellen, deutschen Herstellern. Das ist ein tolles Auto für die langen Dienstreisen und wir freuen uns, dass wir ihn auch für die Urlaubsreisen und längere Fahrten nutzen dürfen.
Die Fahrten sind sehr ruhig, bei ca. 140 km/h auf der Autobahn fahren alle Autos bisher ruhig, außer deutlich höheren Autoklassen fahren alle an die Seite, wenn man kommt und drängeln mag ich nicht und muss ich nicht. Auch, wenn man viel über die Firm der Frau meckern kann, gehört der Dienstwagen nicht dazu.

Das kleine Auto gehört uns. Es ist nicht nur klein, sondern auch alt, aber noch kein Oldtimer. Es springt immer an, das mag ich sehr. Es springt auch an, wenn es sechs Wochen draußen herumstand. Es hat auch kaum elektrisches Zubehör, dass kaputt gehen kann. Ab 45 km/h kann man in den fünften Gang schalten, dann fährt es ruhig bis 80 km/h. Dann wird es laut und das ist egal, denn ich fahre nie mehr als 80 km/h auf dem Weg zur Arbeit und zurück.
Auf den Fahrten bin ich sehr ruhig, auch wenn ich ständig geschnitten werde, mir andere Autofahrer die Vorfahrt nehmen und mich, vor allem zu Messezeiten, überholen. Ich muss dann oft einigermaßen heftig bremsen, aber so ist das wohl.

Die Messeleute fahren natürlich Dienstwagen wie den der Frau und größer. Damit ist man wichtig und muss kleine Autos überholen und schnell sein.

Ich mag es, wenn wir, also ich und die Messeleute, von der Hauptstrecke auf die etwas enge und schlecht ausgebaute Landstraße, meine Hausstrecke, wechseln. Und wenn das kleine Auto an den großen Autos vorbeifährt.

Das wäre mir mit dem großen Auto nie passiert.

Was ich koche (VII): Specksauce mit Erbsen, Salbei und Rosmarin

Tja, mehr kommt auch nicht rein, wird also nicht sehr schwer.

Für 4 Menschen nimmt man:

  • 100g Schinkenspeck, gewürfelt,
  • 150g TK-Erbsen (oder frische),
  • 150-200ml Sahne,
  • 1 kleiner Zweig Rosmarin,
  • etwa 7 mittlere Blätter Salbei,
  • Salz&Pfeffer,
  • etwas Öl.

Dann geht’s fix:

  • Den Schinken im Öl anbraten,
  • die Erbsen und etwas Sahne zugeben, aufkochen und
  • dann ca. 10 Min. dünsten.
  • Kräuter waschen und hacken.
  • Restliche Sahne und die Kräuter zugeben,
  • mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu passen Penne oder Farfalle, Spaghetti notfalls auch; sommerlicher Rotwein oder Rosé; Parmesan.

Wie ich mal nicht mehr 17 sein wollte

„Feel’s like I’m 17 again“ singt das Radio. „Nee“ denk ich.

Ist es ein gutes Gefühl. Nein, denke ich, ist es nicht. Ich will nicht mehr 17 sein und mich schon gar nicht so fühlen. 17 sein heißt:

  • Zuhause wohnen
  • Kaum Geld haben
  • Damit auch: Keine Reisen
  • Kein ordentlicher Wein, viel Bier
  • Keine Ahnung von guten Cocktails oder Rum
  • Billige Autos
  • Schlechtes Essen
  • Schlecht sitzende Kleidung
  • Wenig Körperbewusstsein
  • Wenig Fitness
  • Kein Internet
  • Techno
  • Fehlende Akzeptanz meiner Musik durch Freunde
  • Kein Sex
  • Keine Partnerschaft
  • Schlechte Kosmetik
  • Hautprobleme

Soll ich weitermachen? Heute esse ich besser, bin besser trainiert, bin finanziell unabhängig, habe regelmäßig Sex, habe alles probiert, was zum erfolgreichen Leben gehört und kann darauf verzichten (teures Essen, teure Hotels, große Autos, teure Kleidung). Und ich stehe zu mir und dem, was ich tue. Das soll ich tauschen? Fragt mich mit 50 noch mal.

Frau Müller muss weg!

Und alle Lehrerinnen lachen

Neulich, der Mittwochstermin im Kino hat mir ja gut gefallen, schließlich habe ich Bekannte getroffen. Jetzt habe ich noch mehr Bekannte getroffen und das sogar im Kino. Anscheinend habe ich viele Bekannte.

Gut an diesem Film war, dass er in einem Programmkino lief, da sind die Vorschauen besser und nun habe ich Lust auf zwei weitere Filme. Ich muss mich nur an die Titel erinnern.

Das Kino war voll mit Lehrerinnen und meiner Frau. Anfangs lachten viele, außer meiner Frau. Aber sie ist auch keine Lehrerin und erkannte die Klischees nicht wieder. Das gelang mir und den Lehrerinnen schon.
Später lachten wir alle. Sowohl die Eltern als auch die Lehrerin wurde sehr gut getroffen und es vereinigt sich allerlei Vorstellungen in nur wenigen Personen. Zum Schluss sagte die Frau, dass es solche Eltern wohl nicht wirklich gäbe und einige Zuschauer drehten sich ihr zu und sagten: „Doch“.
Der Film ist lustig und ich bin nicht unter den Stuhl gekrochen vor lauter Fremdscham. Kann man gucken.