Raus, Wandern: Leichte Packliste für Mehrtagestouren – für Einsteiger II

Leichter Wechsel

Die Hygiene fällt uns also leicht, da können wir ja direkt weitermachen:

Die Großen Vier: Abendgarderobe/Wechselkleidung

Beim Wandern ist es klar, dass man tagsüber etwas trägt. Das muss nicht weiter aufregend sein, Unterwäsche, Socken, Oberbekleidung und Schuhe reichen. Natürlich kann man alles aus High-Tech-Stoffen kaufen, es reicht aber auch robustes, sportliches, bequemes Zeug.
Jeans und dicke Baumwolle ist eher schlecht (weil’s langsam trocknet und schwer ist), leichte Baumwolle mit Elastan oder Tencel geht schon wieder. Merino ist grad schwer beliebt, aber aus Tierschutzgründen auch bedenklich. Kunstfaser (KuFa) ist leicht, aber umweltschädlich in der Produktion und bei der Entsorgung. Irgendwie muss man also einen Kompromiss finden.
Gut ist, dass man nicht gleich zu Anfang alles haben muss, meistens hat man ja schon Sportbekleidung im Schrank. Sport ist ein gutes Stichwort, es lohnt sich auch außerhalb des Trekkingbereichs zu gucken. Im Lauf-, Ski- und Golfsport (und wahrscheinlich in allen anderen Sportarten auch) gibt es ebenfalls leichte und praktische Sachen.
Die Schuhe brauchen grad im Mittelgebirge noch nicht alle Qualitäten eines schweren Bergstiefels haben. Im Gegenteil, immerhin hebt das Bein die Stiefel einige tausendmal am Tag, da dürfen die ruhig etwas leichter sein. Grad in Deutschland sind viele Wanderwege auch gut ausgebaut und viele Senioren gehen einfach in Mephisto-Schuhen, einige Wanderer gehen in Trailrunnern.

Doch zurück zum Thema: Tageskleidung ist also vorhanden, jetzt will man im Quartier aber nett aussehen und riechen. Nach dem Duschen braucht’s also eine (!) leichte (!) Wechselhose (oder Rock, Kleid, Leggings), ein Oberteil, Unterwäsche, Socken und ein paar Schuhe.
Dazu wiegt man erst mal einfach, was man so im Schrank hat und nimmt das jeweils leichteste, was zudem der Jahreszeit entspricht (also T-Shirt im Sommer, Pulli im Herbst usw.).
Jeans ist, wie bereits gesagt, eher schlecht, aber was spricht gegen eine schlichte Baumwoll-Sommerhose für’s Hotel? Oder gegen den Merinopulli, den man auch im Alltag trägt?

Wichtiger ist die Menge, die man einpacken will. Zusätzliche Jacken oder Pullis kann man sich sparen, denn man hat sie als Wetterschutz bereits dabei – und in wieweit man zusätzlich Shorts benötigt, sollte man auch genau überlegen. T-Shirts kann man waschen, also sollte man auch da wenig mitnehmen. Wenig heißt ein oder zwei.
Auch bei der Unterwäsche kann man gut sparen. Ein Slip wiegt etwa 40 Gramm, eine Retroshorts das doppelte. Nimmt man also fünf Stück mit, spart man hier schon 200 Gramm. Dabei ist ja die Frage, ob man überhaupt fünf braucht: Eine trägt man tagsüber, nimmt sie zum Waschen mit unter die Dusche und während die erste trocknet zieht man eine zweite an. Mit etwas Erfahrung verzichtet man später auch auf die dritte Ersatzunterhose.
Auch Socken kann man waschen, hier reicht also auch ein zusätzliches Paar für abends. Kurz gesagt reicht ein Outfit für tags und eines für abends.

Es bleibt noch die Nacht. Nackt schlafen klingt ja immer wahnsinnig sexy, ich krieg dann immer Nackenverspannungen. Das muss aber jeder für sich entscheiden, ich gebe nur den Hinweis, dass es auch bei Schlafanzügen große Gewichtsunterschiede gibt und ich in Hotels immer schwitze.

Ein letzter großer Punkt sind Abendschuhe. Irgendwann ist man froh, aus den verschwitzten Schuhen rauszukommen und ein paar luftigere, leichtere Dinger anzuziehen. Äh, Moment. Wir hatten das doch schon mit den leichten Schuhen. Die kann man bei Regen oder bei Spaziergängen im Dorf immer noch anziehen. Im Hotel, auf der Hütte oder in der Jugendherberge reichen dann leichteste Turnschuhe, Crocs, Yoga-Schlappen, Minimal-/Barfuß- oder Aqua-Schuhe. Hauptsache leicht und mit kleinem Packmaß.

Was haben wir jetzt gespart? Sicherlich einiges an Geld, weil man wirklich wenig neu anschaffen muss. Das Gewicht ist schwer zu bestimmen, über die Jahre habe ich hier 1,5kg gesammelt.

Teil 1: Hygiene/Erste Hilfe
Teil 3 folgt demnächst.

Raus, Wandern: Leichte Packliste für Mehrtagestouren – für Einsteiger

Das geht ganz leicht.

Eigentlich ist es ganz einfach, Wandern zu gehen. Eigentlich braucht man ja auch gar nicht viel. Ein paar bequeme Schuhe vielleicht, etwas Bekleidung, etwas Wetterschutz und eine Strecke. Aber so ist es ja nicht, kaum betritt man ein Fachgeschäft oder gar ein Forum im Internet, hört man allerlei Meinung und wird mit Packtipps überschüttet. Auch in den Reiseführern gibt es Tipps und jede Liste nimmt für sich in Anspruch die ultimative zu sein. Da fallen Markennamen, Produktnummern und Materialbezeichnungen, verständlicher wird’s es dadurch aber nicht. Allein, eine knappe Übersicht mit Erläuterung, worauf man als Anfänger achten kann gibt es selten.

Die Ausgangslage

Man hat sich vielleicht schon eine Route gesucht, vielleicht bei Wanderkompass, Wanderbares Deutschland oder Fernwege. Sinnvoll ist’s, nur wenige Tage zu gehen, zwei oder drei, z. B. den Lieserpfad. Den Jakobsweg oder die Alpenüberquerung macht man dann später, mit mehr Erfahrung. Vielleicht hat man ja schon überlegt, ob man zelten will (dann sollte man jetzt bei Bergreif weiterlesen oder sich ins Ultraleicht Trekking Forum stürzen) oder, wie so viele, einfach in Jugendherbergen, Pensionen und Hotels unterkommt. So etwas heißt dann Komfortwandern und ist recht entspannend.

Im UL-Trekking spricht man von den Großen Vier: Rucksack, Schlafsystem, Küche und Zelt an denen man herumoptimiert, davon lassen wir also schon drei weg. Super, nun bleibt nur noch der Rucksack und dessen Inhalt. Schauen wir uns also mal die Großen Vier des Komfortwanderns an.

Die Großen Vier: Hygiene

Man kann davon ausgehen, dass Wanderer nicht auf das komplette Creme-, Gel- und Schminksortiment angewiesen sind.
Es hilft, ergiebige Produkte mitzunehmen, z. B. Bioduschgels und -shampoos, außerdem eher Rasiercreme als -schaum. Babycreme kann man nicht nur für die Hände nutzen, auch als Hautcreme funktioniert sie ganz gut. Da hat aber jeder seine Vorlieben. Wichtig ist aber, dass man auch Creme umfüllen kann. Sonnencreme in eine Dose gefüllt ist bis zum Ende nutzbar, während man eine Flasche schon aufschneiden oder wegschmeißen muss.
Biosachen haben oft den Vorteil, dass man mit neutralen Biodüften alles teilen kann. Damit trägt jeder nur eine Flasche. Das Shampoo dient oft auch als Waschmittel für die schnelle Wäsche unterwegs. Da geht allerdings auch Neutralreiniger. Ganz eifrige Sparer nehmen Dr. Bronners Allzweckseife für alles, das mag ich persönlich aber nicht.
Natürlich füllt man alles um (auch Deo), die Drogeriemärkte führen da allerlei Flaschen und Dosen, die man auch mit ins Handgepäck nehmen darf. Das ist übrigens eine gute Orientierungshilfe.
Mit 100ml Shampoo und Duschgel kommen wir zu zweit zwei Wochen aus. Pro Woche und Person kann man also 25ml rechnen.
Nassrasierer sind leichter als Elektrogeräte, je weniger Klingen sie haben, desto leichter. Pro Woche rechne ich eine Rasierklinge. Auch Rasierwasser fülle ich um, 5ml reichen für zwei Wochen.
Zahnpasta von Ajona ist sehr ergiebig, man kann aber auch Zahnpasta in Tablettenform kaufen und abzählen. Reisezahnbürste und Nagelclipser dazu und fertig.
Auch zur Monatshygiene gibt es platzsparende Tipps.
Zur Ersten Hilfe muss man kein komplettes Set kaufen. Wenn man zivilisationsnah unterwegs ist (also im Mittelgebirge und so) reichen oft ein paar Streifen Pflaster, Blasenpflaster, etwas Schmerzmittel und persönliche Medikamente.
Die große Kulturtasche muss allerdings zuhause bleiben, selbst die Verpackung der Handgepäcksflaschen ist zu steif und zu schwer. Manch einer nimmt Zip-Loc-Beutel, andere leichte Packtaschen aus Nylon. Diese können klein sein, ich komme nie über 1L Packmaß.
Obwohl es leichte Reiseföhne gibt, ist das ein erstaunlich sinnloser Gegenstand, lauter totes Gewicht, da die meisten Hotels einen Haartrockner im Bad haben. Auch in Jugendherbergen bekommt man auf Nachfrage ein Leihgerät.
Das klingt jetzt alles nicht aufregend nach den großen Gewichtsspareinheiten, aber man spart so manchen Euro an unnützen Anschaffungen. Im direkten Vergleich zu klassischen Kulturtaschen mit 200ml-Flaschen, E-Rasierern, Fön und gekauften Erste-Hilfe-Sets ist da außerdem schnell ein Kilo Ersparnis zusammen. Das war ja leicht.

Teil 2: Abendgarderobe/Wechselkleidung
(Zu den anderen drei Bereichen komme ich dann demnächst.)

Raus, Wandern: Pembrokeshire Coast(al) Path im Juli

…that’s the rural charm in the country… (Blur)

Markierung Pembrokeshire Coast Path

Markierung Pembrokeshire Coast Path

Wandern in Great Britain hieß der Plan. Ein längst vergangener Besuch machte uns das Wandern schwer, dieses öffentliche Wegerecht, die etwas eigenwillige Markierung, das fehlende Kartenmaterial, nun, ja.
An einer Küste sollte dies leichter fallen, man muss ja nur der Eichel folgen. Außerdem gab es einen deutschsprachigen Wanderführer zum Weg. All dies sind die Gründe, genau diesen Weg zu wählen.

Caterpillar

Die Raupe Nimmersatt war auch unterwegs.

Die Planung

Hauptsächliche Planungshilfe bei der Etappenwahl war der Wanderführer aus dem Conrad-Stein-Verlag. Ein seltsam gemachtes Buch. Im ersten Teil gibt es eine Übersicht über Wissenswertes, das ist auch ganz gut. Die Etappen sind sehr kurz gewählt, man muss also Etappen kombinieren. Die Beschreibungen des Wegverlaufs sind albern („… gehen sie zu einem Stile, danach kommen noch zwei Stiles, dann ein Viehgitter…“ oder so ähnlich). Die bessere Etappeneinteilung hat Wikipedia oder die englischsprachige Literatur.
Außerdem nutzten wir zwei Karten des Ordanance Survey. Die haben den Vorteil, dass man sie über eine App auch auf dem Smartphone nutzen kann, inklusive Standorterkennung. Super!
Für die Bahnverbindungen kann man den nationalen Zugservice nutzen.
Als Quartiere haben wir häufig Bed & Breakfasts gewählt, Google Maps kennt da erstaunlich viele, es gibt aber in jedem Ort noch mehr. Der Brite schätzt Telefonate, via Mail ging nur wenig.

Bucht. Boot.

Bucht. Boot.

Die besten Quartiere

  • Angle Bay B&B: Äußerst liebevoll mit toller Lage. Leckere hausgemachte Scones.
  • Garn Isaf, Abercastle: ruhig gelegen, ebenfalls sehr liebevoll. Außerdem wohnt hier Amber, eine sehr kuschelige Hütehündin. Gastgeberin Anne ist anscheinend gewohnt, ihre Wandergäste zum nächstgelegenen Pub zu fahren, dort haben diese dann einen vergnüglichen Abend miteinander.
  • Blas at fronlas, Newport: nettes kleines B&B, aber der Garten und das dazugehörige Café! Super.
  • The Druidstone Hotel, Druidstone: Der Garten! Das Restaurant! Die Sicht! Da nimmt man auch ein Bad im Gang auf sich (es gibt auch andere, teurere Zimmer).
  • Fields lodge, Herbrandston: Ausgezeichnet nach einem Regentag. Wer das Zimmer mit externem Bad nimmt, bekommt ein Luxusbadezimmer mit Jacuzzi nur für sich.
Wildpferd am Wegesrand

Wildpferd am Wegesrand

Warum sollte man diesen Weg gehen

  • Die Küste: im Norden wild und rau, im Süden sanfter mit Sandstränden
  • Im Grunde sind es drei Touren: Heidelandschaft, alpine Anstiege und das alles mit Seesicht
  • Man sieht, wo man vorgestern war und übermorgen sein wird
  • Pferde. Kühe. Schafe. Seehunde.
  • Die Waliser sind wahnsinnig liebenswerte Gastgeber. Alle.
  • Das britische Wetter ist gar nicht so schlimm. Zumindest 2017 war es besser als in Deutschland
  • Das britische Essen ist gar nicht so schlimm. Auch hier hat Bio- und Slowfood einen Stellenwert, man nutzt regionale Kräuter und findet Frisches gar nicht schlimm
  • Die Häuschen: die walisischen Häuser waren so hübsch!
Weite, leere Strände sind im Nordteil sehr typisch

Weite, leere Strände sind im Nordteil sehr typisch

Was spricht dagegen

  • Das britische Wetter. Wenn es regnet, dann ergiebig. Außerdem hat man an der Küste immer kräftig Wind
  • Das britische Essen. Wenn man einmal in einem typischen Pub ist, fragt man sich, wie man Pommes und Chicken nuggets versemmeln kann. Apropos Pommes: überall diese Pommes dazu?!
  • Die Häuschen: ein Horror für Hausstaub/Milben-Allergiker. Man will gar nicht wissen, was da noch in den Hauswänden und Kissen alles wohnt
Tenby, Strand mit Burg

Tenby, Strand mit Burg

Würde ich’s noch mal gehen

Ganz klar: nein. Wegen der Allergie.
Sonst ja, aber mit kürzeren Touren. 25 Kilometer sind im Schnitt zu viel, da man doch einige Höhenmeter geht (11.600 auf dem gesamten Weg). 20 Kilometer wären gut.
Außerdem sollte man um Pembroke herum nicht zu viel erwarten, es ist eine Industrielandschaft und leider Petrochemie, was manchmal auch riecht. Im südlichen Teil sind außerdem öfter mal Schießtage des Militärs, dann kommt man nicht an die Küste und es wummert immerzu.
Die übrige Landschaft macht aber alles wieder wett.

Pembroke Castle

Pembroke Castle

Ergänzung

Dies ist unsere Planungsliste (pdf).
Wer wissen möchte, was man so einpacken muss, der kann hier gucken.
Die Anreise erfolgte über Birmingham Airport, es geht aber auch Cardiff. Selbst London ist gut möglich, das ist nur zwei Zugstationen von Birmingham entfernt. Birmingham lohnt sich auch für einen Tag, es gibt ein Grachtenviertel und mit dem Bullring ein überzeugendes Stück zeitgenössischer Architektur.

Raus, Wandern: Packliste für Wales, B&B-Tour

…she cries more, more more… nee, halt, genau das Gegenteil!

Der nächste Wanderurlaub steht an, es wird der Pembrokeshire Coastal Path, zwei Wochen immer entlang der Küste von Bed & Breakfast zu Bed & Breakfast. Wenn man die Ortsnamen liest, denkt man unwillkürlich an Evelyn Hamann und Loriots Inhaltsangabe. Es wird also wohl eine Gedenktour.

Weil die Anreise mit dem Flugzeug erfolgt entstand der Plan, dass der Rucksack die Handgepäckgröße nicht überschreiten darf. Aber leichten Fußes sollte das möglich sein.
Ich packe also meinen Rucksack und nehme mit:

  • Als Rucksack: Salomon Peak 30, Modell 2015, 485g (vielleicht noch weniger, wenn ich mich traue, zwei Bänder zu entfernen)
  • Sitzkissen, 15g (Komfort, unnötig, aber bleibt)
  • Müllsack, Rossmann 25L, 5g (Liner, Schutz der Kleidung gegen Regen)
  • zwei Softflaschen von Salomon, je 500ml, 32g p. Stück

Soweit der Rucksack nebst Zubehör. Da rein kommt:

  • Regenjacke und -hose von Montane, 299g und 310g (viel zu schwer und leider noch intakt)
  • Buff (58g), Handschuhe (42g), Mütze (25g), weil ich so leicht friere
  • No-Name-Fleecepulli zur Isolation (204g)

Das ist natürlich nur der Wetterschutz. Es gibt auch Abendgarderobe (Achtung, hier nur als Komfortfraktion weiterlesen!):

  • Merino-Longsleeve Devold 148g
  • Sneakersocken, No-Name, 24g
  • Unterhose Icebreaker 37g
  • Nomaquito Aqua-Schuhe 159g + Tasche 19gGefrierbeutel 3L 4g
  • Boxershorts C&A (als Schlafanzug), 79g
  • Longsleeve C&A (dto.), 167g

Oh, das ist Luxus, ich weiß… fehlt noch Hygiene und Erste Hilfe:

  • Packtasche 13g
  • Deo-Spray umgefüllt 22g
  • Shampoo 80ml (Duschgel trägt meine Frau), 90g
  • Zahnpasta Ajona halbvoll 22g
  • Reisezahnbürste unabgesägt(!) 13g
  • Rasierwasser 10ml 12g
  • Rasiercreme in Dose gefüllt 40ml 58g
  • Pinzette 9g
  • Nagelclipser 13g
  • Palette Ibu 6g, Ceterzin ca. 24g, Blasenpflaster 6g, Desinfektion 10g

Am Flughafen oder in der ersten Stadt werden wir dann nach Einwegrasierer, Papierfeile und Creme schauen. So müsste das alles durch’s Handgepäck kommen. Viel verändert hat sich das Gepäck am Körper, weil ich auf Merino allergisch reagiere:

  • Scarpa Mojito 700g (lauf ich auch im Alltag gerne mit, spart ein Paar Abendschuhe)
  • Mountain Hardwear Trekkinghose 336g (166 sagt der Hersteller
    >:-/, trotzdem eine gute Hose, ich spare damit eine für abends)
  • Calida Unterhemd 101g (T-Shirtform)
  • Outdoor Research Echo Shirt lang 105g
  • Falke TK2 cool 72g
  • Unterhose Icebreaker 37g
  • Käppi Esprit, Sonnenbrille (nicht gewogen)

Außerdem natürlich Mini-Regenschirm, Geld, Karten, Reiseführer, Ladegerät und wichtig: Adapter. Müsste mal jemand wiegen…

Jetzt bin ich nur mal gespannt, wie die Verpflegung in Wales so klappt.

Raus, Wandern: Heidschnuckenweg im Dezember

Wandern im Norden

Da Jens vom Hiking Blog grad fleißig über seine Erfahrungen auf dem Heidschnuckenweg berichtet, schließe ich mich mal an und geb meine Erfahrungen zu ganz anderer Jahreszeit preis. Reisezeit war im Dezember, kurz nach Weihnachten ging es los und Silvester verbrachte ich dann an der Bar des Steakhauses in Bispingen. Neujahr folgte dann die Rückreise von Soltau. Der Restweg nach Celle wartet jetzt noch auf seine Beschreitung.

Heidschnuckenweg-Stein

Anreise und 1. Etappe

Die Anreise ging mit dem Auto bis Soltau, dann mit dem ICE bis Hamburg, dort mit der S-Bahn bis Fischbeck. Nach etwas Weg durch den Ort kommt man zu einem Wanderparkplatz und dann geht es erstaunlich bergig und heidisch… heidig… also mit der Heide gleich los. So weit alles kein Problem, eher ein Problem war die im Winter früh einsetzende Dunkelheit, über eine Stunde ging’s durch einen dunklen Wald. Die alte Taschenlampe, die ich noch in der Schubalde hatte half mal gar nicht, zur Erkennung der Wegweiser ist inwzischen das Smartphone die bessere Wahl. Also im Hotel in Buchholz die frischen Batterien ausbauen und die Taschenlamppe dort „vergessen“.

2. Etappe

Der nächste Tag wartet mit Sonne auf. Und mit Kälte. Aber dank dicker Fütterung und langer Unterbüx alles kein Problem. Erstaunlich finde ich, dass die Kombi aus Merino-Longsleeve, Fleece und Regenjacke locker warmhält. Super! Also auf nach Wesel, wo wir in einer lauschigen Pension unterkommen, die sogar noch Bier zum Zapfen haben. Gegessen haben wir unterwegs, sogar drei Gänge zu Mittag, die Zeit fehlt uns abends, also wird wieder im dunklen gewandert.

Heidewald in Wintersonne

3. Etappe

Wieder Sonne, wieder Kälte. Und die schöne Strecke über die Touristenzentren Undeloh nach Niederhaverbeck. Wir wandern über die höchste Erhebung, den Wilseder Berg. Silvester gehen wohl alle umliegenden Hotels mit ihren Gästen, Fackeln und Champagner hierhin. Muss toll aussehen.

Wilseder Berg Höhenstein

Das Hotel Haverbeckhof kennen wir schon und freuen uns drauf! Die Strecke ist nicht allzu lang, also kann man Heidschnuckenbratwurst testen und das regionale Bier, Kuchen und Kaffee…

Heide im Frost

Heide, frostig

4. Etappe

Wieder so ein Tag in der schönsten Gegend, aber noch kälter, weil weniger sonnig. Es ist Silvester und der Weg führt so nah an einer Autobahnraststätte vorbei, dass man mal eben noch einen Pikkolo für abends kaufen kann. Es ist lustig an all den Burger-Imbiss-Besuchern in voller Wandermontur vorbei in den Shop zu gehen, schnell einzukaufen, weil es viel zu warm ist und weiter zu wandern. In Bispingen müssen wir früh essen, kaufen im Supermarkt noch etwas Frühstück ein. Der Hotelbesitzer möchte nach der langen Nacht länger schlafen und wir bekommen das Zimmer fast geschenkt, weil wir uns selbst versorgen. Das Steakhaus hat einen Bartresen und die Bedienung lässt sich überreden, nach unseren Angaben Cocktails zu mixen. Hui!

Heide, sehr frostig

5. Etappe

In Bispingen kommen wir erstaunlich früh los, aber Böllern ist dort auch eher übersichtlich. Trotzdem fällt die Tour schwer, es nieselt, es ist kalt, es kommt keine Einkehr und überhaupt. Der Weg ist anfangs noch schön und… heidig, ab dem Heidepark ist es voller Straßen und wir sind froh, in Soltau anzukommen und unser Auto besteigen zu können.
Was auf jeden Fall überlebt, ist die Idee, immer über Silvester zu wandern. Es soll da im Norden einen Störtebekerweg geben…

Raus Wandern: Packliste, die Xte.

Es geht immer weiter!

Weniger geht immer. Vor allem, wenn man quasi nur spazieren geht, also vom Hotel ins Café und weiter ins Gästehaus. Also.

  • Basics
    • Wanderhose, Merino-Langarmshirt, Unterhemd (neu, gegen Pickel am Bauch vom Merino), Unterbüx, Socken, Wanderstiefel (die neuen leichten). Nix besonderes also. Nicht bewährt hat sich mein Lieblingsfleece. Ich brauch eine Primaloftjacke, ganz klar.
  • Isolation- und Wetterschutz
    • Regenjacke und -hose bleiben. Zu schwer, aber noch gut. Toll: Regenschirm und Mülltüte im Rucksack als Regenschutz. Die Daunenjacke, tja, die fehlt noch. Handschuh, Mütze und Buff brauch ich irgendwie immer.
  • Abend- und Nachtwäsche
    • Abends: Pulli, Unterhemd, Socken und Unterbüx bleiben. Hose brauch ich nicht mehr, die Taghose lässt sich schnell waschen. Gut: Die leichten biegbaren Badeschuhe.
    • Nachts: Die Shorts von C&A sind gut, ein T-Shirt ist mit zu wenig. Lang muss es sein. Hilft ja nix.
    • Weggelassen: Ersatzunterbüx, unbedingt wichtig: lange Unterbüx!
  • Technik, Erste Hilfe und Bad
    • Technik ist schnell: Telefon, Ladekabel, fertig. Outdooractive-App taugt für alles!
    • Bad: Eigentlich kann man überlegen, was mit ins Handgepäck dürfte und das packt man ein. Super: die Deolösung, Shampoo und Duschgel ist bewährt, 2-Klingen-Rasierer und -creme auch. Neu: Nagelklipser reicht. Unnütz: Kompressen und Rollenpflaster (aber das ist schon 1. Hilfe).
  • Und sonst?
    • Nix.

Raus Wandern: Moselsteig im April

Einfach mal weiter gehen.

Das war sie, die bisher längste Tour! 300km in 14 Tagen von Trier nach Koblenz. Und es hat Spaß gemacht.
Der Moselsteig startet eigentlich in Perl, dazu reichten die Osterferien aber nicht. Auf 24 Etappen kommt man von Perl bis Koblenz-Güls und mit der entsprechenden Erweiterung, die beim Moselsteig Zuweg heißt, auch bis zum Deutschen Eck, wo sich Mosel und Rhein treffen. Wer dies geht, hat über 365km geschafft.

Moselsteig Markierung

Moselsteig Markierung

Ab Trier startet man entlang der Felsenwege, die auch der Eifelsteig geht. Eine willkommene Erinnerung an den ersten großen Wandersommer vor zwei Jahren. Immer stärker kommt man in die Weinberge, erst über breite, sanfte Wirtschaftswege, spätestens am Calmonter Klettersteig ist es dann steil und wild. Zu Koblenz hin verändert sich die Landschaft wieder, man geht öfter über Hochebenen, weg von der Mosel und durch kleine Schluchten. Es wird schnell deutlich, dass dies kein Weg für den Sommer ist, dann wird es zu heiß. Im Frühjahr oder Herbst hingegen erlebt man die wunderbare Natur und die Weinbergkultur. Grad im Frühjahr ist man schnell mal zwei Wochen vor der norddeutschen Ungemütlichkeit des April geschützt.

blühende magnolie

Blütenpracht

Dabei kommt man immer wieder an kleinen Orten vorbei, mit netten Einkehrmöglichkeiten. Das ist natürlich praktisch, weil man so die Etappen so einteilen kann, wie es der eigenen Kondition entspricht. Eine nette Planungshilfe ist dazu der Leporello aus dem Publicpress-Verlag, bei dem Kilometerangaben abgedruckt sind. Von Trier nach Koblenz kann man es z. B. in 14 Etappen schaffen. Dazu muss man manchmal den Steig verlassen und in entsprechenden Etappenorte einkehren.

Bier im Kloster Machern

Im Kloster Machern

Damit umgeht man einen, wie ich finde, großen Nachteil des Weges: Ich gehe gerne durch Orte, der Steig führt aber fast immer außen rum oder touchiert nur den Ortsrand. Auch den Calmont Klettersteig umgeht die Wegführung, dabei ist das ein spannender und für einen geübten Wanderer gut machbarer Teil.
Ein richtiger Patzer ist die Wegstrecke über den Autobahnrasthof. Es ist nicht nur laut und etwas gruselig unter der Autobahnbrücke herzugehen, vor allem die Wege rund um den Rasthof zeigen deutlich, wie wenig Menschen bereit sind, Geld für die Sanifairangebote auszugeben. Das ist wirklich widerlich. Aber es gibt eine Möglichkeit, dies zu umgehen, dazu geht man den Wirtschaftsweg weiter und geht über eine Brücke über die Autobahn. Das trübt die Gesamtzufriedenheit aber nicht.

Großartige Quartiere auf dem Weg sind:

  1. Gästehaus Petra, Ürzig: Überhaupt Ürzig, was für tolle Läden und Leute. Petra hat zurecht die Nummer 1 der Wanderquatiere auf dem Steig, so eine nette Frau und so ein schönes Quartier!
  2. Piesporter Goldtröpfchen, Piesport: Auch so nette Leute und Weinbauern dazu. Etwas professioneller als Petra und dementsprechend teurer, aber lecker Essen und Wein.
  3. Hotel Klapperburg, Beilstein: Gemütliches Zimmer und prima Frühstück mitten im Ort. Und trotzdem so ruhig. Beilstein ist allerdings etwas komisch, außer der Alten Stadtmauer, in der wir leider nicht essen waren, wirkte die Gastronomie etwas aus der Zeit gefallen.
Steiler Weinhang

Steiler Weinhang

Für das leibliche Wohl muss die Liste erweitert werden, es gab, grad kulinarisch, nur ein oder zwei Aussetzer:

  1. Weingut Wallerath, Schweich: Super Weine, super Restaurant, okaye Gästezimmer. Ein Genuss!
  2. Mönchhof, Ürzig: Weintrinken auf Rat des Apothekers. Lustig da und lecker.
  3. Restaurant Moselschild, Ürzig: Noch so ein Apothekertipp. Pfälzer Spargel, weltklasse.
  4. Straußwirtschaft Renk, Enkirch: Man muss nicht nach Enkirch. Aber man muss in die Straußwirtschaft Renk. Punkt.
  5. In Zell (Mosel) gibt es einen nicht notierten Geheimtipp in der Nähe der Stadtverwaltung.
  6. Onkel Otto, Pommern: Nur Kaffee getrunken, aber gleich wohl gefühlt. Da will ich noch mal hin, essen und schlafen!)
Weinknospe

Hoffnung (oder auch: Der Wein sprießt)

Kurz: Eine tolle Tour, die man nur empfehlen kann. Was man dazu in den Rucksack packt kommt demnächst an dieser Stelle.

Raus Wandern: Deo reduzieren

Ganz ohne ist auch nicht schön.

Natürlich konnte man hier schon mal lesen, was man am Rucksackgepäck bei Wandern einsparen kann. Bei Deo hört der Spaß allerdings auf – zumindest für die Wanderbegleitung. Trotz abendlichen Duschens geht’s irgendwie nicht ohne. Nun hat man mehrere Möglichkeiten, wie man dabei Gewicht und Packmaß spart:

  • Man kümmert sich gar nicht um Gewicht und Packmaß und nimmt die gewohnte Deo-Dose mit 25% Extra mit. Na, ja. Gewicht: weit über 100g.
  • Man nimmt einen Deostick, der wesentlich effektiver ist als Spraydosen, und den auch nur halbvoll. Dann kann man ihn immer noch mit der Reisebegleitung teilen, falls man mit dieser auch andere Dinge teilt. Gewicht ca. 80g.
  • Man kauft im Drogerie- oder Supermarkt Reisegrößen. Spray ist dabei weniger ergiebig ein Roller. Lustigerweise gibt es Glasfläschchen als Reisegröße. Gewicht: 40-120g.
  • Man nimmt einen Tropfen Dr. Bronners Allzweckseife (Parfümerie), feuchtet ihn an und verreibt ihn unter den Achseln. An sich ganz gut, weil man die Seife in eine kleine Flasche umfüllen kann und außerdem Shampoo, Duschgel, Waschmittel u.ä in eins hat. Nachteil: Bei mir funktioniert’s nicht. Gewicht: Je nach Flasche 20-40g.
  • Man kauft beim Blechinstrumentenbauer Slide-o-mix 10ml Wasserflaschen (10g) und füllt sein Lieblings-Bio-Deo rein. Reicht fü ca. 100 Anwendungen und man riecht, wie gewohnt. Gewicht: 22g.

Na, was ist wohl meine Wahl?

Wunschpackliste Komfortwandern

Ich mag halt eine warme Dusche und ein warmes Essen am Abend. Und das kuschelige Bett in der Nacht.

Es ist nicht ultralight, aber immerhin leichter als manches, was man so auf den Straßen Wegen sieht. Für alle, die auf markierten Wegen am Ende einer Etappe in Jugendherberge, Gasthaus oder Hotel landen ist das hier eine Möglichkeit, abends den Ort oder das Restaurant ohne verspannten Nacken zu genießen.

Einige Punkte sind Wünsche oder Ideen, die ich so noch nicht probiert habe, aber in der Phantasie schon gut funktionieren. Sie sollen vor allem das Packmaß reduzieren. Ich markiere diese Ideen kursiv. Und natürlich ist alles streng subjektiv.
Für alle angegebenen Marken bekomme ich übrigens nicht einen Pfennig, die Sachen waren halt im Laden erhältlich oder ich bin überzeugt von ihnen. Und deshalb verlink ich auch nix.

Abendgarderobe

Was trag ich im Quartier, im Restaurant und Nachts?

  • Hose: schlicht, grau, leicht. Meine ist eine Mammut-Kletterhose, 249g.
  • Oberteil: Merino, weil’s weniger schnell riecht. Im Sommer Longsleeve in 140er-Qualität (Icebreaker, ca. 120g), im Frühling/Herbst Merino-Pulli (Muji, 216g) und zusätzlich technisches Unterhemd (Calida, 81g).
  • Unterwäsche: Merino-Slip (Icebreaker, 37g)(Boxer wiegen mehr) und Socken: Füßlinge (NoName, 24g) oder Merino (Falke, 41g).
  • Schuhe: Bei Regen draußen meine Wanderschuhe, ohne Regen Aqua-Schuhe, z. B. von Nomaquito (150g). Deutlich leichter und kleineres Packmaß als meine derzeitigen Turnschuhe.
  • Schlafanzug: Kurz aus Seide. Nackt schlafen klingt voll sexy, aber der Zug, der Nacken. Fänd ich besser als Vielleicht Shorts und Baumwoll-Longsleeve, aber ich hab noch nichts gefunden. Ideen anyone?

Drei Päckchen werden das, wenn man’s geschickt rollt. Zur Sicherheit und für Waschtage habe ich noch eine Ersatzunterhose und ein paar Ersatzstrümpfe mit.

Hygiene/Kulturbeutel und Erste Hilfe

Immer schön alle Probefläschchen und -döschen ausspülen und sammeln, dann ist man für alles gerüstet. Hier wird die Gewichtsangabe schwer, weil sich die mit jeder Tour ändert. Je kürzer, je leichter, klar. Es sind also Circa-Werte.

  • Packtasche: EagleCreek, grün, klein (XS glaub ich), leicht (13g)
  • Reisezahnbürste (DM, Rossmann, 13g) und Zahnpasta (Ajona, halbvoll, 20g)
  • Entweder: Dr. Bronners Neutralseife, als Shampoo, Seife, Waschmittel, Rasierseife (60ml, umgefüllt in kleinere Flasche ca. 20g)
  • Oder: Rasierseife in 30ml-Dose umgefüllt (35g), 80ml-Flasche mit Bio-Shampoo (85g), 50ml Flasche mit Waschmittel (52g)
  • Und: Zwei-Klingen-Rasiergriff (19g) mit zwei bis drei Klingen (2g pro Klinge plus Box 7g), 20ml Plastikfläschchen mit Rasierwasser (umgefüllt, halbvoll 12g)
  • Deostick (kein Glas, keine Dose! Isana soft, Rossmann, halbvoll, 70g)
  • Pinzette, auch als Zeckenzange (9g)
  • Nagelpflege (Schere, Feile, 30g), ich nehme keinen Knipser, weil die Schere auch als Verbandsschere taugt
  • Creme (27g)
  • Brotbeutel für Erste-Hilfe-Sachen (1g)
  • Kompressen, Doppelpack (12g)
  • Blasenpflaster (einige kleine, ca. 6g)
  • Selbstklebendes Pflaster von der Rolle: Superzeug, leicht, wasserfest, flexibel, wiederverwendbar, wenn man z. B. die Kompressen fixiert oder ein Gelenk umwickelt und stabilisiert (Apotheke oder PappStar, 9g)
  • Ibuprofen (halbe Palette, 5g), Schmerzmittel
  • Insektengel (Autan akut, 30g), auch zum Kühlen von Beulen oder Prellungen

Das passt alles in die kleine grüne Tasche. Natürlich kommen da noch persönliche Medikamente zu, wär ja doof sonst. Aber das alles reicht für 14 Tage!

Regen- und Kälteschutz

Hier gibt es Glaubensfragen. Es gibt Daunen- und Fleecefans, Poncho-, Regenschirm- und Regenjacken+hose-Enthusiasten. Alles richtig und gut, aber ich mach es so:

  • Fleece-Troyer: aus dem Skibereich und winddicht. Super, weil orange! (NoName, 204g)
  • JoggingRadMTBReitenRegenkombi. China-Ware, ja ich weiß, aber die teuren Jacken und Hosen sind auch nach der dritten Wanderung nicht mehr wasserdicht, trotz leichtem Rucksack ohne Tragegestell. Das kann einfach nicht schlechter sein, hätte ein geringes Packmaß und wäre sehr leicht (z. B. von WestBiking, 299g für Jacke UND Hose)
  • Regenhaube. Wasserdichter Rucksack wäre cooler (45g)

Alles andere ist in den entsprechenden Jahreszeiten am Körper, zählt also nicht zum Rucksackgewicht.

Nahrung, Komfort und weiteres Zubehör

  • Schoki, Nüsse, Müsliriegel, Apfel oder Käse. Je nach Jahreszeit und Hunger. Nicht zuviel, in fast jedem Ort bekommt man ja etwas nach.
  • Wasser. In zwei SoftFlasks in den Taschen an meinem Rucksack (2x17g+1L Wasser: 1034g)
  • Taschenmesser. Mit Korkenzieher (Victorinox, 53g)
  • Reisekissen. Weil fast überall zu kleine Kissen sind (Marmot Strato, 49g)
  • Smartphone, Ladegerät (143g+46g)
  • Geld, Ausweis, EC-Karte (? !), Haustürschlüssel
  • Sitzkissen. Un-ent-behr-lich! (15g)
  • Handtuch: Outdoorhandtücher haben eine seltsame Haptik, deutlich kuscheliger (und deutlich billiger) sind Mikrofaser-Bodentücher aus dem Drogerie- oder Supermarkt. Durch die Saugfähigkeit braucht man etwa ein Viertel eines normalen Duschtuchs (55x60cm, 80g). Wenn man nur in Gasthöfen und Hotels übernachtet fällt es weg.

Das alles sollte in einen 20L-Rucksack passen, in den Salomon Peak 30 (495g) passt es auf jeden Fall. Da passt ja schon meine jetzige Ausrüstung mit den Turnschschuhen und der alten Regenjacke- und -hose rein. Und es sind rund 2 Kilo Gepäck.

Und am Mann

Das geht schnell.

  • Unterbüx (s.o.)
  • Lange Unterbüx im Frühjahr/Herbst (Icebreaker, 249g, im Frühjahr eine leichtere, dünnere)
  • Lange Trekkinghose. Ich rolle im Sommer die Beine hoch, den Reißverschluss, um die Beine zu teilen, haben ich entfernen lassen (Meru, 238g)
  • Shirt. Im Winter Langarm (151g), im Sommer kurz (114g)
  • Hemd, nur im Frühjahr/Winter (Schöffel, 153g)
  • Socken (41g)
  • Schuhe. Ich mag leichte Schuhe mit Schaft, Trailrunner traue ich mich noch nicht (LaSportiva 918g)
  • Taschentuch (17g)

Je nach Jahreszeit kommen dann noch Buff, Mütze, Handschuhe und/oder Sonnenbrille dazu. Tschibo hat demnächst hoffentlich wieder winddichte Laufhandschuhe mit Touchfunktion für’s Natel.
Außerdem mag ich Stöcke, gerne mit festem Band für’s Handgelenk, ordentlichem Korkgriff und am Griff etwas zum Abstützen bergab (Black Diamond, 590g).